Fake-Shops im Internet – Welche Händler sind seriös?

Millionen von Deutschen kaufen ihre Waren inzwischen im Internet, bequem vom eigenen PC, Tablet oder Smartphone zu Hause aus. Unsere Leser/innen wissen natürlich, dass viele Produkte im unseren Schnäppchenblog zu einem niedrigeren Preis als dem üblichen Verkaufspreis gefunden werden. Aber in einigen Fällen finden wir auch immer wieder gefälschte Online-Shops im Internet. In diesem Artikel geben wir Tipps, auf welche wir von preis-king.com achten, um solche Fake-Shops und unseriöse Händler zu erkennen und diese zu meiden.

Neben Fake-Shops finden wir auch regelmäßig neue Fake-Gewinnspiele , vor allem auf Facebook. Außerdem haben wir nun für euch eine Fake-Shop-Liste 2020 erstellt, die wir regelmäßig aktualisieren. Außerdem führen wir eine Amazon Fake-Shops-Liste 2020 als auch eine Amazon Fake-Shops-Liste 2021 mit gehackten Händler Accounts, die massenweise Produkte mit unrealistischen Preisen hochladen.


Bei der großen Menge an Fake-Shops haben wir uns entschlossen für jeweils für 20 neue Fake-Shops einen neuen Beitrag zu erstellen:

Fake-shop Checker
In unserem eignen Fakeshop Checker könnt ihr direkt alle unsere Listen mit einer Datenbank von über 10.600 Fake-Shops durchsuchen.

Fake-Shops – Die Gefahr erkennen

Fake-Shops sind Online Shops, die vorgeben, billige Waren zu verkaufen. Oftmals werden Produkte deutlich günstiger als andere Händlern angeboten. Auf den ersten Blick sind sie oft nicht so einfach von seriösen Geschäften zu unterscheiden.

Dies liegt zum Teil daran, dass es sich manchmal sogar um tatsächliche Kopien von real existierenden Websites handelt. Für viele unerfahrene Anwender besteht in einigen Fällen kein Zweifel an der Authentizität. Oftmals handelt es sich jedoch um neue, unabhängige Shop-Seiten, die oft viel einfacher sind als seriöse Geschäfte.

Aber viele Benutzer übersehen dies, und das ist genau das, was die Betrüger hinter diesem Betrug beabsichtigen. Die Produktbilder wurden oft aus dem Internet kopiert und selbst die Informationen wie die AGB oder das Impressum stammen teilweise von einer professionellen, bereits bestehenden Website.

Damit soll das Vertrauen der Besucher geweckt werden. Als Hauptanreiz zum Kauf wird ein besonders attraktiver Köder eingesetzt: Die Ware wird teilweise weit unter dem vom Hersteller geschätzten Preis angeboten.

Fake-Shops im Internet sind sehr weit verbreitet

Der Onlineauftritt wirkt seriös, allerdings soll die Ware per Vorkasse bezahlt werden. Doch ein Paket wird nie eintreffen. Millionen Deutsche haben eine solche Erfahrung bereits machen müssen. Marktcheck berichtete im Dezember 2018 über Fake-Shops in diesem kurzen Video.

Bestellung von Produkten in Fake-Shops

Gefälschte Shops leben davon, dass ihr potenziellen Kunden auf ziemlich günstige Schnäppchenangebote hereinfallen, diese Produkte bestellen und damit auch den Kaufpreis bezahlen.

Dann folgt für den Käufer in der Regel eine unangenehme Überraschung: Oft zahlt man bei Betreibern eines Fake-Shops mit Vorkasse  und der Kunde hört nichts mehr von ihm – das Geld ist verloren.

In solchen Fällen existieren die von Online Shop angebotenen Produkte überhaupt nicht. Wenn Kunden nach der Bestellung misstrauisch werden, versuchen Betrüger oft, Bedenken auszuräumen, indem sie beispielsweise auf angebliche Lieferschwierigkeiten hinweisen, wenn sie reagieren. Dies soll verhindern, dass Käufer ihre Überweisungen stornieren.

Tipps gegen Online Shopping Betrug in Fake-Shops

Vorsicht vor Spontankäufen in Shops, mit denen ihr noch nie zuvor Erfahrungen gemacht habt: Bevor ihr einkauft, solltet ihr hier einige grundlegende Dinge überprüfen. Vergleicht man beispielsweise die Preise der Angebote im Shop mit den marktüblichen Preisen im Internet, z. B. bei idealo.de. Ein Besuch der Website des Herstellers des angebotenen Artikels kann auch Auskunft über den empfohlenen Verkaufspreis (UVP) des Produkts geben.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Betreiber von gefälschten Online-Shops versuchen, Kunden mit einem extrem niedrigen Preis in die Falle zu locken. Es könnte aber auch der Verdacht bestehen, dass z. B. einzelne Modeartikel immer in allen Größen erhältlich sind – das ist unrealistisch, denn fast immer sind zumindest einige Größen in seriösen Geschäften ausverkauft.

  • Außerdem könnt ihr Suchbegriffe wie “ {Shopname} Kundenmeinung “ oder “ {Shopname} Erfahrung “ aber auch “ {Shopname} Seriös “ sowie den Namen des Angebots und der Seite in einer Suchmaschine eingeben. Wenn Kunden bereits negative Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht haben, z. B. weil sie kein Produkt erhalten haben oder weil sie erst nach der Bezahlung ein gefälschtes Produkt erhalten haben, dann können Sie sicherlich einige Informationen darüber im Internet finden. Wenn in diesem Fall negative Meldungen über das fragliche Geschäft vorliegen, sollten sofort die Alarmglocken klingeln.
  • Die Rückschlüsse über den Shop lassen sich auch aus den angebotenen Zahlungsmöglichkeiten ziehen: Gefälschte Geschäfte bieten in der Regel keinen Kauf Rechnung an. Darüber hinaus wird das Lastschriftverfahren in diesen Stores in der Regel nicht angeboten, da verdächtige Kunden die Rückgabe von Lastschriften innerhalb weniger Tage verlangen können. Die Bezahlung per Sofortüberweisung wird in der Regel nur von seriösen Unternehmen angeboten. Gefälschte Shops beschränken sich oft auf Vorauszahlungen durch Zahlungsmethoden wie Kreditkarten oder andere Zahlungssysteme. Manchmal wird Paypal auch als Zahlungsmethode in Fake-Shops angeboten, aber nur als Fälschung. Denn wenn ein Kunde sich für diese seriöse Art der Abwicklung seiner Bestellung entscheidet, finden betrügerische Händler immer wieder Ausreden, warum Paypal aus technischen Gründen derzeit nicht verfügbar ist – selbst eine solche Nachricht sollte Euch zum Zuhören bringen.

Wie erkenne ich Fake-Shops – Anhaltspunkte auf der Website

Hier gibt es in Deutschland klare rechtliche Vorschriften. Sollten diese nicht eingehalten sein, ist sofort Vorsicht geboten.

Das Impressum

In Deutschland besteht eine Impressumspflicht , d.h. jede Website, auf der Waren oder Dienstleistungen angeboten werden, muss ein Impressum besitzen. Die deutschen Webseitenbetreiber sind daher verpflichtet, ihren Namen, eine Postanschrift und eine E-Mail-Adresse anzugeben. Zu den Daten der Verpflichtung gehört auch eine Telefonnummer. Wenn eine dieser Informationen fehlt, hat die Erfahrung gezeigt, dass das Impressum nicht als ernsthaft angesehen werden sollte. Die in den Online-Firmenverzeichnissen veröffentlichten Informationen könnt ihr ganz einfach selbst einsehen.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass die Daten von einem anderen Unternehmen kopiert wurden, hilft nur der Anruf an die angegebene Nummer. Die meisten Online-Shops haben eine direkte Durchwahl, auf die ihr sofort zugreifen könnt. Fragen zur Existenz des jeweiligen Shops können von den Mitarbeitern der Hotline sofort und kompetent beantwortet werden.

Gütesiegel

Werbung mit Gütesiegel schafft Vertrauen: Einige Organisationen wie Trusted Shops, EHI und TÜV Süd vergeben Siegel an seriös zertifizierte Online-Händler. Einige Fälschungsgeschäfte schmücken sich mit diesen Siegeln, um das Vertrauen ihrer Kunden zu wecken. Aber hier können Sie den Trick schnell aufdecken: Beim Anklicken des Siegels werdet ihr nicht wie gewohnt mit dem Zertifikat des jeweiligen Händlers auf die Website weitergeleitet, sondern entweder gar nicht oder auf eine ganz andere Seite. Dies gilt auch für nicht anklickbare Qualitätssiegel: Hohe Fälschungswahrscheinlichkeit, Finger weg von diesem Shop.

Aber auch die Google Bewerbungen geben Auskunft über die Seriosität eines Shops. Oft werden über Google My Business Bewertungen eines Shops einsehen. Lest im Zweifel auch dort was andere über den Shop schreiben

AGB oder Nutzungsbedingungen

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) definiert ein vertrauenswürdiger Händler die Konditionen seiner Verträge. Diese sollen leicht erreichbar sein. Bei sozialen Netzwerken oder Diensten werden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch die Nutzungsbedingungen ersetzt. Wenn diese Vorschriften nicht vorhanden oder unvollständig sind, sollte man von einem Kauf absehen.

Die Datenschutzerklärung

Seriöse Firmen bieten auf ihrer Website eine Datenschutzerklärung an, die leicht zu finden ist. Es wird erklärt, was mit Euren gespeicherten Daten passiert, d.h. wie sie gespeichert werden und wofür diese verwendet werden. Wenn diese Erklärung nicht vorhanden ist, kann es sich nicht um einen seriösen Shop Betreiber handeln. Es ist nicht ratsam, dort einen Kauf zu tätigen.

Verzeichnis der betrügerischen Fake-Shops

Im Internet gibt es eine Website mit watchlist-internet.at, auf der über Fake-Shops berichtet wird. Auch wir von Preis-King.com führen mittlerweile eine eigene Fake-Shop Liste 2024 bzw. sowie eine Amazon Fake-Shops-Liste 2023 mit gehackten Händler Accounts, die massenweise Produkte mit unrealistischen Preisen hochladen.

Unsere Listen der letzten Jahre:


Dort findet man auch eine Liste der Geschäfte, die bereits durch betrügerische Handlungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Diese Shops liefern keine Waren oder verkaufen gefälschten Marken.

Welche Probleme gibt es auf bei solchen China-Shops?

Unseriöse China-Shops weisen folgende Kritikpunkte auf:

  • lange Lieferzeiten
  • Gefahr für zusätzlichen Kosten für Zoll und Mehrwertsteuer, da die Ware aus Fernost versendet wird
  • möglicherweise minderwertige Qualität der Ware
  • Problemen bei dem Rückgaberecht


Eine vermeintlich risikolose Bestellung via Paypal oder Klarna Rechnungskauf bringt große Gefahren. Da euer Widerrufsrecht in asiatischen Online-Shops, meist China Shops, mit erheblichen Kosten verbunden ist. Außerdem gelangen eure persönlichen Daten in falsche Hände!

Ist die Bezahlung via PayPal sicher?

Viele Online-Shops aus dem asiatischen Raum bieten oft die Bezahlung via PayPal an. Daher wiegen sich viele Verbraucher in Sicherheit und vertrauen ihren Paypal Käuferschutz.

Da man hier aber höchstwahrscheinlich Produkte in schlechter Qualität geliefert bekommt, die ggf. auch nicht den Bildern entsprechen. Dann greift auch Paypals Käuferschutz meistens nicht.

Die Verkäufer bieten dann auch keinen kostenlosen Rückversand an. Ich hatte mal testweise auf Paypal geklickt und sah sofort einen asiatischen Kontakt, den ich das Geld überweisen sollte.

Die Rücksendung erweist sich dann sehr kompliziert und teuer, wie man bei ähnlichen China-Shops nachlesen kann.

Daher unser Rat: Kauft bitte nichts in diesen Shop, die wir in unseren jährliche Fake-Shop Listen mit dem Label  „China-Shop“ auflisten!

Was kann man tun, wenn man bereits bei einem Fake-Shop bestellt hat?

Wenn es dennoch vorgekommen ist und ihr bereits etwas in einem der Fake-Shops bestellt habt und Geld für Euren Einkauf überwiesen habt, dann fragt am besten bei Eurer Bank nach, ob ihr die Zahlung zurückziehen könnt.

Dies ist in der Regel nur innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums möglich. Bei speziellen Zahlungsmethoden wie der Bargeldüberweisung ist es daher wichtig, sich sofort mit seiner Bank in Verbindung zu setzen, um die Transaktion zu stoppen.

  • Beweise sichern: Habt ihr Belege für den Kauf erhalten, sichert diese. Das sind in der Regel E-Mails oder Bestellbestätigungen. Speichert euch diese und druckt zusätzlich alles aus was zu der Bestellung in von Fake-Shop dazu gehört.
  • Anzeige erstatten: Zögert nicht sofort zur Eurer nächsten Polizeidienststelle zu gehen. Nehmt dazu alle zuvor gesicherten Unterlagen mit.
  • Kreditkarte sperren: Falls ihr mit Kreditkarte bezahlt habt, dann solltet ihr auf jeden Fall eure Kreditkarte sperren. Die Betrüger könnten sonst mit euren Daten, versuchen bspw. Werbeanzeigen bei Google und Facebook zu bezahlen.


Anzeige zu erstatten
Je mehr Strafanzeigen die Polizei erhält, desto intensiver wird die Aufklärung des Falls sein. Auch wenn die Strafverfolgung – gerade im internationalen Bereich – schwierig ist, solltet ihr euch nicht davon abhalten lassen, die Betrüger zu melden. Die Praxis zeigt, dass dies der beste Weg ist, um die Löschung von Fake-Shops im Internet zu beschleunigen.

Solltet jemand auf einer der aufgeführten Fake-Shops in unserer Fake-Shop Liste 2024 oder älteren Listen (20202019, 2018, 2017, 2016, 2015) bestellt und bezahlt haben,  er sattet Anzeige bei der Polizei und flitzt noch heute zur Bank oder nehmt Kontakt auf um eure Zahlung zu Stornieren! Solltet ihr noch nicht bezahlt haben, dann niemals in Vorkasse oder auch anders bezahlen!

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