Ein Topf für Reis, der andere für ein Curry – und beides wird gleichzeitig zubereitet, ohne dass Ihr zwei Herdplatten benötigt. Genau mit diesem Konzept möchte der Ninja MultiPot XL 11-in-1 den Küchenalltag vereinfachen. Der neue Multikocher kombiniert zwei getrennte Kochbereiche mit einem großen 7-Liter-Topf und insgesamt elf Zubereitungsfunktionen.
Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 249,99 Euro (bei Amazon zum Zeitpunkt unserer Recherche für 229,99 Euro) bekommt Ihr damit eine ungewöhnliche Kombination aus klassischem Multikocher und flexiblem Zwei-Zonen-Kochsystem. Aber kann das Gerät tatsächlich den Herd ersetzen? Und lohnt sich die Anschaffung, wenn Ihr bereits eine Heißluftfritteuse oder einen herkömmlichen Multikocher besitzt?
Wir haben uns die technischen Eigenschaften, die Einsatzmöglichkeiten und die Einschränkungen genauer angesehen. Besonders interessant ist dabei eine Funktion, die den MultiPot XL von vielen anderen Küchengeräten unterscheidet.
Ninja MultiPot XL: Zwei Kochtöpfe in einem einzigen Gerät
Der entscheidende Unterschied zu vielen klassischen Multikochern steckt beim Ninja MultiPot XL nicht in der Anzahl der Programme, sondern in den austauschbaren Kochtöpfen.
Während die meisten Multikocher mit einem großen Behälter arbeiten, lässt Euch Ninja zwischen zwei Konfigurationen wählen:
- DualZone: Zwei separate Kochtöpfe mit jeweils 3,1 Litern Fassungsvermögen.
- MegaZone: Ein großer Kochtopf mit 7 Litern Fassungsvermögen.
Mit der DualZone-Technologie könnt Ihr zwei Gerichte gleichzeitig bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten. Die MegaZone bietet dagegen ausreichend Platz für größere Mengen, beispielsweise einen Eintopf, ein Schmorgericht oder mehrere Portionen einer Suppe.
Das klingt zunächst nach einem kleinen technischen Unterschied. Im Alltag kann diese Flexibilität allerdings ziemlich praktisch sein.
Stellt Euch vor, Ihr bereitet ein Abendessen für vier Personen zu. In einem Topf kocht Reis, während im zweiten ein Gemüsecurry gart. Statt zwischen zwei Herdplatten zu wechseln, nutzt Ihr das gemeinsame Gerät mit zwei getrennten Kochbereichen.
Auch unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten lassen sich dadurch leichter berücksichtigen. Beispielsweise könnt Ihr eine vegetarische Sauce und parallel ein Fleischgericht zubereiten.
Unsere Einschätzung: Die zwei Kochzonen sind das überzeugendste Argument für den MultiPot XL. Wer regelmäßig mehrere Bestandteile einer Mahlzeit gleichzeitig zubereitet, könnte von dieser Konstruktion stärker profitieren als von zusätzlichen Automatikprogrammen.
Allerdings ersetzt das Gerät damit noch keine vollständige Küche. Warum das so ist, schauen wir uns weiter unten an.

Elf Kochfunktionen: Was kann der Ninja MultiPot XL tatsächlich?
Ninja bewirbt den MultiPot XL als 11-in-1-Multikocher. Dahinter verbergen sich verschiedene Kochprogramme, mit denen Ihr zahlreiche Gerichte zubereiten könnt.
Die elf Funktionen im Überblick:
- Slow Cooking: Langsames Garen bei niedriger Temperatur, beispielsweise für Schmorgerichte.
- Anbraten und Sautieren: Zutaten direkt im Topf anbraten, bevor weitere Zutaten hinzukommen.
- Backen: Geeignet für verschiedene Backrezepte innerhalb der vorgesehenen Geräteeinstellungen.
- Gemischter Reis: Ein spezielles Programm für Reisgerichte mit weiteren Zutaten.
- Reis kochen: Für klassische Reisbeilagen.
- Pasta: Zur Zubereitung von Nudelgerichten.
- Sous-vide-Garen: Kontrolliertes Garen bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen.
- Schmoren: Für Gerichte, bei denen Zutaten über längere Zeit in Flüssigkeit garen.
- Warmhalten: Hält fertig zubereitete Speisen auf Temperatur.
- Saucenzubereitung: Für unterschiedliche Saucen und ähnliche Zubereitungen.
- Suppe: Für Suppen und flüssigkeitsreiche Gerichte.
Gerade die Kombination aus Anbraten, Schmoren, Reiszubereitung und Slow Cooking macht den MultiPot XL interessant.
Bei einem klassischen Schmorgericht könnt Ihr beispielsweise zunächst Zwiebeln und Fleisch anbraten, anschließend Flüssigkeit hinzufügen und alles im selben Topf weitergaren.
Dadurch entfällt zumindest bei manchen Rezepten das Umfüllen zwischen Pfanne und Kochtopf.
Das spart nicht unbedingt bei jedem Gericht Zeit, kann aber die Vorbereitung und den anschließenden Abwasch reduzieren.
Besonders interessant: Sous-vide und Slow Cooking
Zwei Funktionen verdienen etwas mehr Aufmerksamkeit.
Beim Slow Cooking werden Zutaten über einen längeren Zeitraum bei niedriger Temperatur gegart. Das eignet sich vor allem für bestimmte Eintöpfe, Schmorgerichte und Fleischstücke, die durch eine längere Garzeit weich werden sollen.
Die Sous-vide-Funktion richtet sich dagegen eher an ambitionierte Hobbyköche.
Bei dieser Zubereitungsart werden Lebensmittel üblicherweise vakuumiert und anschließend in einem präzise temperierten Wasserbad gegart.
Das ermöglicht eine kontrollierte Zubereitung, erfordert aber zusätzlich geeignete Beutel und bei vielen Rezepten ein Vakuumiergerät.
Wichtig ist dabei die Einhaltung sicherer Temperaturen und Garzeiten. Eine Sous-vide-Funktion macht nicht automatisch jedes Rezept lebensmittelsicher.
Wer diese Zubereitungsarten regelmäßig nutzt, erhält mit dem MultiPot XL eine praktische Ergänzung. Wer überwiegend Nudeln mit Tomatensauce kocht, wird dagegen wahrscheinlich nur einen Teil der elf Programme tatsächlich benötigen.
DualZone und MegaZone: Welcher Kochbereich eignet sich wofür?
Der MultiPot XL besitzt nicht einfach einen großen Behälter, der durch eine Trennwand geteilt wird.
Stattdessen liefert Ninja drei austauschbare Kochtöpfe mit.
Ihr könnt entweder die beiden kleineren Behälter verwenden oder auf den großen 7-Liter-Topf wechseln.
DualZone für unterschiedliche Gerichte
Die beiden 3,1-Liter-Kochtöpfe eignen sich besonders, wenn Ihr Hauptgericht und Beilage parallel zubereiten möchtet.
Mögliche Kombinationen sind:
- Reis und Gemüse
- Curry und Reis
- Zwei unterschiedliche Saucen
- Vegetarisches und fleischhaltiges Curry
- Zwei verschiedene Suppen
- Unterschiedliche Beilagen für ein gemeinsames Essen
Der Vorteil liegt nicht ausschließlich darin, dass zwei Speisen gleichzeitig gekocht werden können. Das schafft schließlich auch ein normaler Herd.
Interessant ist vielmehr, dass Ihr dafür nur eine gemeinsame Geräteeinheit benötigt und die Kochbereiche unterschiedlich einstellen könnt.
Die Zubereitung muss trotzdem geplant werden. Nicht alle Lebensmittel benötigen dieselbe Garzeit. Ebenso hängt das Ergebnis von der Füllmenge, der Temperatur und dem jeweiligen Rezept ab.
MegaZone für Familienportionen und Meal Prep
Wenn Ihr größere Mengen kochen möchtet, kommt der 7-Liter-Topf zum Einsatz.
Damit richtet sich der MultiPot XL auch an Familien und Haushalte, die gerne vorkochen.
Typische Einsatzmöglichkeiten sind Chili con Carne, größere Portionen Bolognese, Gulasch oder ein Gemüseeintopf.
Besonders beim sogenannten Meal Prep, also dem Vorbereiten mehrerer Mahlzeiten, kann das große Fassungsvermögen sinnvoll sein.
Ihr könnt beispielsweise eine größere Portion Eintopf zubereiten und die Reste für weitere Tage aufbewahren.
Dabei solltet Ihr allerdings berücksichtigen, dass sieben Liter Behältervolumen nicht bedeuten, dass jedes Gericht bis zum Rand eingefüllt werden darf. Maßgeblich sind die Füllgrenzen und Hinweise der Bedienungsanleitung.
Unserer Meinung nach ist der Wechsel zwischen zwei kleinen und einem großen Topf die eigentliche Stärke des Geräts. Ihr müsst Euch nicht dauerhaft zwischen vielen kleinen Portionen oder einem großen gemeinsamen Gericht entscheiden.

Kann der Ninja MultiPot XL eine Heißluftfritteuse ersetzen?
Hier gibt es einen wichtigen Unterschied, den Ihr vor dem Kauf kennen solltet.
Obwohl Ninja für seine Airfryer bekannt ist und beim MultiPot XL ebenfalls mit mehreren Kochfunktionen wirbt, handelt es sich um ein anderes Gerätekonzept.
Der Ninja MultiPot XL besitzt keine ausgewiesene Air-Fry-Funktion.
Ihr könnt damit also nicht dieselben Ergebnisse erwarten wie mit einer klassischen Heißluftfritteuse, die heiße Luft mit einem Gebläse um die Lebensmittel zirkulieren lässt.
Gerade bei Pommes frites, Chicken Nuggets oder anderen Speisen, die möglichst knusprig werden sollen, hat ein Airfryer andere Voraussetzungen.
Das bedeutet nicht, dass der MultiPot XL keine Lebensmittel anbraten oder backen kann. Er verfolgt lediglich einen anderen Schwerpunkt.
Während eine Heißluftfritteuse auf die Zubereitung mit zirkulierender Heißluft ausgelegt ist, konzentriert sich der MultiPot XL auf klassische Kochvorgänge, langsames Garen und unterschiedliche Topfgerichte.
Wer hauptsächlich Pommes, knusprige Kartoffeln oder Tiefkühlsnacks zubereiten möchte, sollte deshalb eher nach einer Heißluftfritteuse schauen.
Auf Preis-King haben wir bereits verschiedene Geräte mit getrennten Garbereichen vorgestellt. Dazu gehört beispielsweise die Ambiano Dual-Zone-Heißluftfritteuse von Aldi mit zwei separaten Garkörben.
Das Funktionsprinzip ist zwar ähnlich, die Zubereitungsart jedoch eine andere.
Ninja MultiPot XL oder Ninja Foodi SmartLid: Wo liegen die Unterschiede?
Auch innerhalb des Ninja-Sortiments lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Denn Ninja bietet unterschiedliche Multikocher an, die sich trotz teilweise ähnlicher Programmanzahl erheblich unterscheiden.
Ein interessantes Beispiel ist der Ninja Foodi 11-in-1 SmartLid OL550EU.
Dieses Modell kombiniert unter anderem Schnellkochen, Dampfgaren und Heißluftfrittieren.
Der neue MultiPot XL verzichtet dagegen auf den Schwerpunkt Druckgaren und Heißluftfrittieren. Dafür bietet er seine austauschbaren Kochbereiche.
Die wichtigsten Unterschiede:
| Eigenschaft | Ninja MultiPot XL | Ninja Foodi SmartLid OL550EU |
|---|---|---|
| Kochkonzept | Zwei kleine oder ein großer Topf | Ein Hauptkochtopf |
| Fassungsvermögen | 2 × 3,1 oder 1 × 7 Liter | 6 Liter |
| Zwei getrennte Kochzonen | Ja | Nein |
| Heißluftfrittieren | Nein | Ja |
| Druckgaren | Nein | Ja |
| Slow Cooking | Ja | Ja |
| Schwerpunkt | Paralleles Kochen und Topfgerichte | Vielseitige Garmethoden einschließlich Druck und Heißluft |
Für uns ist die Entscheidung relativ eindeutig:
Wenn Ihr möglichst viele unterschiedliche Garmethoden in einem Gerät sucht, kann ein Foodi SmartLid die vielseitigere Lösung sein.
Wenn Ihr dagegen regelmäßig zwei verschiedene Topfgerichte gleichzeitig zubereitet, hat der MultiPot XL einen interessanten Vorteil.
Den Ninja Foodi 11-in-1 SmartLid Multikocher OL550EU haben wir auf Preis-King bereits ausführlicher vorgestellt.
Wichtig: Die beiden Geräte sollten nicht allein aufgrund ihrer jeweils elf Programme miteinander gleichgesetzt werden.
Wie viel Platz braucht der Ninja MultiPot XL?
Ein häufig unterschätzter Punkt beim Kauf größerer Küchengeräte ist der tatsächliche Platzbedarf.
Der Ninja MultiPot XL besitzt laut Produktdaten ungefähr folgende Abmessungen:
| Eigenschaft | Angabe |
|---|---|
| Modell | Ninja MultiPot XL MZ1001EU |
| Leistung | 1.500 Watt |
| Fassungsvermögen | 2 × 3,1 Liter oder 1 × 7 Liter |
| Kochfunktionen | 11 |
| Breite | ca. 45,4 cm |
| Tiefe | ca. 33,2 cm |
| Höhe | ca. 21,3 cm |
| Gewicht | ca. 8,8 kg |
| UVP | 249,99 Euro |
Mit rund 45 Zentimetern Breite benötigt das Gerät eine entsprechend große Stellfläche.
Besonders in kleineren Küchen solltet Ihr deshalb vor dem Kauf prüfen, wo der Multikocher dauerhaft stehen könnte.
Denn auch wenn die drei Töpfe ineinander gestapelt werden können, benötigt das gesamte System Platz.
Hinzu kommt das Gewicht von rund 8,8 Kilogramm.
Möchtet Ihr das Gerät nach jeder Benutzung aus einem Schrank holen, kann das auf Dauer umständlich werden.
Für Haushalte mit ausreichend Arbeitsfläche dürfte das weniger problematisch sein.
Anders sieht es aus, wenn bereits Kaffeemaschine, Küchenmaschine, Airfryer und Toaster auf der Arbeitsplatte stehen.
Dann sollte ein weiteres Küchengerät tatsächlich regelmäßig verwendet werden, damit sich der Platzbedarf rechtfertigt.
Sind die Kochtöpfe spülmaschinengeeignet?
Auch die Reinigung spielt bei einem Multikocher eine wichtige Rolle.
Schließlich bringt ein Gerät wenig Entlastung, wenn Ihr nach dem Kochen deutlich mehr Zeit mit der Reinigung verbringen müsst.
Die herausnehmbaren Töpfe und Deckel sind laut den Ninja-Produktinformationen spülmaschinengeeignet.
Das ist praktisch, insbesondere wenn Ihr beide Kochbereiche verwendet.
Zusätzlich besitzen die Töpfe eine beschichtete Kochoberfläche. Um die Beschichtung langfristig zu schonen, empfehlen wir, die jeweiligen Pflegehinweise des Herstellers zu beachten.
Für den Alltag würden wir außerdem Küchenhelfer verwenden, die für beschichtetes Kochgeschirr geeignet sind.
Eine Besonderheit sind die abnehmbaren Deckel und die stapelbaren Töpfe. Dadurch lassen sich die einzelnen Bestandteile bei Bedarf platzsparender verstauen.
Praktisch: Die Töpfe können auch zum Servieren verwendet werden
Ninja hat den MultiPot XL nicht ausschließlich als Kochgerät entwickelt.
Die herausnehmbaren Töpfe verfügen über Griffe und können laut Hersteller auch direkt zum Servieren genutzt werden.
Für Familienessen oder gemeinsame Mahlzeiten ist das durchaus praktisch.
Statt den fertigen Eintopf zunächst in eine zusätzliche Servierschüssel umzufüllen, könnt Ihr den dafür vorgesehenen Kochtopf direkt auf den Tisch stellen.
Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Heiße Töpfe gehören auf eine geeignete hitzebeständige Unterlage.
Außerdem sind die herausnehmbaren Töpfe laut Hersteller bis 220 °C ofenfest. Diese Angabe betrifft die dafür vorgesehenen Töpfe und darf nicht mit einer Temperaturfreigabe für die elektrische Basisstation oder sämtliche Zubehörteile verwechselt werden.
Spart der Ninja MultiPot XL wirklich Strom?
Bei der Frage nach dem Stromverbrauch lohnt sich eine nüchterne Betrachtung.
Ninja gibt für den MultiPot XL eine Leistung von 1.500 Watt an.
Das bedeutet zunächst nur, dass das Gerät eine entsprechende elektrische Leistungsaufnahme besitzen kann.
Wie viel Strom eine konkrete Mahlzeit benötigt, hängt davon ab, wie lange und mit welcher tatsächlichen Leistung das Gerät arbeitet.
Eine einfache Beispielrechnung zeigt die Größenordnung.
Angenommen, der Multikocher würde eine Stunde lang ununterbrochen mit 1.500 Watt arbeiten.
Dann ergäbe sich ein theoretischer Stromverbrauch von 1,5 Kilowattstunden.
Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde wären das rund 53 Cent.
Das ist allerdings keine Messung des tatsächlichen Energieverbrauchs beim Kochen.
Die Heizung kann während eines Programms unterschiedlich stark arbeiten und zwischenzeitlich abschalten. Deshalb lässt sich aus der Nennleistung allein keine zuverlässige Aussage zum realen Stromverbrauch ableiten.
Ist der MultiPot sparsamer als ein Herd?
Das lässt sich ohne vergleichbare Messungen nicht pauschal beantworten.
Ein Induktionskochfeld, ein klassisches Ceranfeld und ein elektrischer Multikocher unterscheiden sich hinsichtlich Wärmeübertragung, Aufheizverhalten und Regelung.
Entscheidend sind unter anderem:
- Die Menge der Lebensmittel
- Die benötigte Gartemperatur
- Die Dauer der Zubereitung
- Die Wärmeverluste
- Die Effizienz des Vergleichsgeräts
- Die verwendeten Kochprogramme
Der MultiPot XL könnte bei bestimmten Gerichten Vorteile haben, etwa wenn Ihr zwei Komponenten gleichzeitig in einem Gerät zubereitet.
Daraus folgt allerdings noch keine garantierte Stromersparnis.
Wir würden den MultiPot XL deshalb nicht wegen möglicher Stromersparnisse kaufen. Sein nachvollziehbarer Vorteil liegt eher in der Flexibilität und der möglichen Vereinfachung des Kochalltags.
Für wen lohnt sich der Ninja MultiPot XL?
Nicht jeder Haushalt benötigt einen Multikocher für knapp 250 Euro.
Ob sich die Anschaffung rechnet, hängt wesentlich davon ab, wie Ihr normalerweise kocht.
Familien mit unterschiedlichen Essenswünschen
Für Familien ist die DualZone-Technologie besonders interessant.
Wenn beispielsweise ein Familienmitglied vegetarisch isst und andere Fleischgerichte bevorzugen, lassen sich zwei Varianten einer Mahlzeit getrennt zubereiten.
Ihr benötigt dafür nicht zwingend zwei unterschiedliche Pfannen oder Töpfe auf dem Herd.
Allerdings müssen Rezept, Mengen und Kochprogramme jeweils zu den beiden Garbereichen passen.
Menschen, die regelmäßig vorkochen
Auch für Meal Prep kann der große Topf sinnvoll sein.
Sieben Liter Fassungsvermögen erlauben größere Portionen und können helfen, Mahlzeiten für mehrere Tage vorzubereiten.
Bei entsprechenden Gerichten lässt sich das Kochen dadurch besser in den Wochenablauf integrieren.
Wichtig ist, fertig gegarte Speisen anschließend zügig und hygienisch korrekt abzukühlen, zu lagern und wieder zu erhitzen.
Hobbyköche, die gerne experimentieren
Elf Kochfunktionen eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten.
Wer gerne neue Rezepte ausprobiert, kann mit Slow Cooking, Sous-vide-Garen und den übrigen Programmen experimentieren.
Das ist interessant, wenn Ihr sonst mehrere Geräte für unterschiedliche Zubereitungen verwendet.
Für wen wir den Kauf eher nicht empfehlen würden
Weniger überzeugend finden wir den MultiPot XL für Haushalte, die nur gelegentlich kochen.
Wenn Ihr meist einfache Gerichte in einer kleinen Pfanne oder einem einzelnen Kochtopf zubereitet, bietet der MultiPot möglicherweise mehr Technik, als Ihr tatsächlich braucht.
Ähnliches gilt, wenn Ihr hauptsächlich eine Alternative zum Backofen oder eine Heißluftfritteuse sucht.
In diesem Fall wäre ein klassischer Airfryer vermutlich die passendere Wahl.
Und wenn Ihr bereits einen gut ausgestatteten Multikocher besitzt, solltet Ihr besonders kritisch prüfen, ob Ihr die zwei getrennten Kochzonen wirklich benötigt.
249,99 Euro für einen Multikocher: Ist das ein fairer Preis?
Mit einer UVP von 249,99 Euro positioniert Ninja den MultiPot XL nicht als günstiges Einstiegsgerät.
Das ist angesichts der Ausstattung nachvollziehbar, bedeutet aber nicht automatisch, dass Ihr für diesen Betrag ein besonders gutes Angebot bekommt.
Der wichtigste Punkt beim Preisvergleich ist die tatsächliche Nutzung.
Ein einfacher Reiskocher kostet normalerweise deutlich weniger. Auch klassische Slow Cooker und schlichte Multikocher sind häufig günstiger erhältlich.
Der MultiPot XL bietet dafür eine Kombination aus zwei getrennt steuerbaren Bereichen, einem großen austauschbaren Topf und elf Zubereitungsprogrammen.
Solche Funktionen können den höheren Preis rechtfertigen, wenn sie regelmäßig genutzt werden.
Ein Vergleich mit einem günstigen Einzelgerät greift deshalb etwas zu kurz.
Auf der anderen Seite solltet Ihr Euch nicht allein von elf Funktionen beeindrucken lassen.
Denn einige dieser Programme ähneln sich bei der grundlegenden Zubereitung. Entscheidend ist, welche Möglichkeiten Ihr tatsächlich im Alltag benötigt.
Außerdem gilt: Die UVP ist kein aktueller Marktpreisvergleich.
Der tatsächlich günstigste Händlerpreis kann unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung liegen. Vor dem Kauf lohnt es sich deshalb, aktuelle Angebote und mögliche Versandkosten zu vergleichen.
Unsere persönliche Preis-Einschätzung: 249,99 Euro sind für einen Multikocher durchaus eine Investition. Für Haushalte, die regelmäßig große oder unterschiedliche Gerichte zubereiten, erscheint uns das Konzept interessant. Für gelegentliche Nutzung würden wir eher auf einen deutlichen Preisnachlass warten oder ein einfacheres Gerät wählen.
Was uns am Ninja MultiPot XL überzeugt – und was nicht
Nach der Betrachtung der Ausstattung bleibt vor allem eine Frage: Bietet der Multikocher genügend praktischen Mehrwert, um seinen Preis und Platzbedarf zu rechtfertigen?
Aus unserer Sicht gibt es überzeugende Argumente, aber auch einige Einschränkungen.
Diese Eigenschaften gefallen uns am Konzept:
- Die zwei unabhängig nutzbaren Kochbereiche ermöglichen unterschiedliche Gerichte gleichzeitig.
- Mit dem 7-Liter-Topf lassen sich größere Mahlzeiten zubereiten.
- Elf Kochprogramme decken zahlreiche klassische Zubereitungsarten ab.
- Herausnehmbare Töpfe und Deckel erleichtern die Reinigung.
- Die stapelbaren Töpfe sind bei der Aufbewahrung praktisch.
- Die Kochbehälter können auch zum Servieren verwendet werden.
Diese Punkte sehen wir kritischer:
- Die UVP von 249,99 Euro ist vergleichsweise hoch.
- Das Gerät benötigt rund 45 Zentimeter Stellfläche.
- Trotz der elf Programme fehlen Heißluftfrittieren und Druckgaren.
- Für kleine Haushalte kann die Ausstattung überdimensioniert sein.
- Eine tatsächliche Strom- oder Zeitersparnis ist ohne Vergleichsmessungen nicht belegt.
- Der Mehrwert der zwei Kochzonen hängt stark von Euren Kochgewohnheiten ab.
Der MultiPot XL versucht also nicht, sämtliche Küchengeräte vollständig zu ersetzen.
Seine Stärke liegt vielmehr darin, klassische Topfgerichte in unterschiedlichen Mengen und Kombinationen zuzubereiten.
Kann der Ninja MultiPot XL den Herd ersetzen?
Damit kommen wir zur Ausgangsfrage.
Die kurze Antwort lautet: Für bestimmte Gerichte kann der Ninja MultiPot XL Herdplatten ersetzen – einen vollständigen Herd ersetzt er nicht.
Wer hauptsächlich Reis, Pasta, Suppen, Saucen oder Eintöpfe zubereitet, könnte viele dieser Aufgaben auf den MultiPot verlagern.
Gerade die zwei Kochzonen helfen dabei, mehrere Bestandteile einer Mahlzeit gleichzeitig vorzubereiten.
Sobald Ihr jedoch eine große Pfanne benötigt, mehrere unterschiedliche Pfannengerichte zubereitet oder andere Kochverfahren einsetzen möchtet, bleibt ein klassischer Herd praktischer.
Eine weitere Einschränkung betrifft spontane Zubereitungen.
Wenn Ihr lediglich kurz ein Ei braten oder etwas Wasser erhitzen möchtet, ist die vorhandene Herdplatte häufig die unkompliziertere Lösung.
Auch ein Backofen lässt sich nicht vollständig ersetzen, obwohl der MultiPot XL über eine Backfunktion verfügt.
Dafür unterscheiden sich Bauweise, Garraum und Wärmeverteilung zu stark von einem klassischen Backofen.
Wir sehen den Ninja MultiPot XL deshalb nicht als revolutionären Herdersatz, sondern als interessante Ergänzung für Menschen, die regelmäßig und vielseitig kochen.
Und genau darin könnte seine eigentliche Stärke liegen.
Fazit: Ein cleveres Kochkonzept – aber nicht für jede Küche sinnvoll
Der Ninja MultiPot XL 11-in-1 bringt eine interessante Idee in die Küche: Statt nur möglichst viele Programme anzubieten, kombiniert Ninja zwei getrennte Kochbereiche mit einem austauschbaren großen Gartopf.
Besonders die DualZone-Technologie könnte im Alltag einen echten Unterschied machen. Reis und Curry gleichzeitig zubereiten, verschiedene Ernährungswünsche berücksichtigen oder mit dem 7-Liter-Topf größere Portionen vorkochen – das sind nachvollziehbare Einsatzmöglichkeiten.
Die elf Kochprogramme machen das Gerät zusätzlich vielseitig. Allerdings fehlen Funktionen wie Heißluftfrittieren und Druckgaren, die andere Ninja-Multikocher anbieten.
Unsere Meinung: Uns überzeugt am MultiPot XL weniger die Zahl der Programme als die praktische Idee hinter den drei Kochtöpfen. Für Familien, Hobbyköche und Menschen, die regelmäßig vorkochen, ist das ein spannendes Konzept. Wer überwiegend einfache Mahlzeiten zubereitet, dürfte mit normalen Töpfen und einem Herd dagegen weiterhin gut bedient sein.
Für 249,99 Euro würden wir deshalb nicht spontan zugreifen, sondern zunächst überlegen, wie häufig die zwei Kochzonen tatsächlich verwendet werden.
Denn ein Küchengerät ist nicht automatisch sinnvoll, nur weil es viele Funktionen besitzt. Entscheidend ist, ob es Euren Alltag dauerhaft vereinfacht.
Jetzt interessiert uns Eure Meinung: Würdet Ihr knapp 250 Euro für einen Multikocher mit zwei getrennten Kochzonen ausgeben? Oder reicht Euch der klassische Herd vollkommen aus? Schreibt uns in die Kommentare, wie Ihr das Konzept findet und welche Funktionen Ihr bei einem Multikocher wirklich braucht.

Christian Schröder
Gründer & Redakteur
Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.
Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.
Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.
Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

