Ab dem 14. Oktober 2026 will IKEA in Deutschland einen eigenen Second-Hand-Marktplatz für IKEA-Family-Mitglieder anbieten. Über die neue Plattform sollen Mitglieder gebrauchte IKEA-Möbel und Einrichtungsgegenstände direkt untereinander kaufen und verkaufen können.
Für Euch entsteht damit eine weitere Möglichkeit, gut erhaltene Möbel weiterzugeben oder gesuchte IKEA-Produkte gebraucht zu erwerben. Der Marktplatz ist zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht verfügbar. Voraussetzung für die spätere Nutzung ist eine kostenlose Mitgliedschaft bei IKEA Family.
IKEA Second-Hand-Marktplatz startet am 14. Oktober 2026
Der geplante Starttermin ist der 14. Oktober 2026. Damit handelt es sich derzeit um eine Ankündigung und nicht um ein bereits nutzbares Angebot.
Nach den bislang veröffentlichten Informationen richtet sich der Marktplatz ausschließlich an IKEA-Family-Mitglieder. Käufer und Verkäufer sollen dort direkt miteinander handeln können. IKEA stellt dafür die Plattform bereit, ist bei einem privaten Verkauf aber nicht selbst Verkäufer oder Käufer.
Die IKEA-Family-Mitgliedschaft ist kostenlos. IKEA beschreibt das Programm als Kundenclub mit verschiedenen Mitgliedervorteilen und exklusiven Angeboten.
Neuer Marktplatz nur für IKEA-Family-Mitglieder
Der neue IKEA Second-Hand-Marktplatz richtet sich ausschließlich an Mitglieder des kostenlosen Kundenprogramms IKEA Family. Für die Anmeldung werden die Zugangsdaten des bestehenden IKEA-Family-Kontos verwendet.
Nach den aktuellen Teilnahmebedingungen wird die Plattform von der schwedischen Ingka NB AB, kurz INBAB, betrieben. Wichtig ist dabei: Wenn Ihr ein Möbelstück kauft oder verkauft, kommt der Kaufvertrag direkt zwischen Euch und dem jeweils anderen IKEA-Family-Mitglied zustande. Weder der Plattformbetreiber noch IKEA Retail werden dabei selbst zum Käufer oder Verkäufer.
Weitere Aktionen, Mitgliedervorteile und neue Sparmöglichkeiten des Möbelhauses findet Ihr auf der Preis-King-Übersichtsseite mit den aktuellen IKEA-Angeboten und Rabattaktionen.
Welche Produkte dürfen verkauft werden?
Auf dem Marktplatz sind grundsätzlich echte gebrauchte IKEA-Möbel und IKEA-Einrichtungsgegenstände zugelassen. Die angebotenen Artikel müssen sicher, gebrauchsfähig und für ihren vorgesehenen Zweck geeignet sein.
Nicht angeboten werden dürfen unter anderem:
- Produkte anderer Hersteller
- Fälschungen und Nachbildungen
- zurückgerufene IKEA-Produkte
- Matratzen
- Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Backöfen oder Luftreiniger
- Lebensmittel und andere IKEA-Food-Produkte
Damit unterscheidet sich die Plattform von allgemeinen Kleinanzeigenportalen: Das Angebot ist ausdrücklich auf gebrauchte IKEA-Produkte begrenzt.
Wer unabhängig vom neuen Marktplatz nach günstigen Schränken, Tischen, Kommoden oder Regalen sucht, kann bei Preis-King auch die laufend aktualisierten Möbel-Angebote und Einrichtungsschnäppchen durchsehen.
So stellt Ihr ein gebrauchtes IKEA-Produkt ein
Produkt über Namen oder Bilder suchen
Beim Erstellen eines Angebots könnt Ihr zunächst im vorhandenen Produktkatalog nach dem Namen des Möbelstücks suchen. Alternativ steht laut den Teilnahmebedingungen eine Bildersuche zur Verfügung.
Habt Ihr das passende Produkt gefunden, werden bestimmte Informationen aus dem IKEA-Katalog automatisch ergänzt. Dazu können beispielsweise Maße, Produktbeschreibungen, Materialien sowie Pflege- oder Aufbauhinweise gehören.
Ältere Produkte sind möglicherweise noch nicht in der digitalen Bibliothek hinterlegt. In diesem Fall könnt Ihr ein individuelles Angebot erstellen, das anschließend manuell geprüft wird.
Mindestens zwei eigene Fotos sind erforderlich
Für ein Inserat müsst Ihr mindestens zwei aktuelle Fotos des angebotenen Produkts hochladen. Darauf soll das Möbelstück scharf und realistisch zu erkennen sein. Vorhandene Schäden, Veränderungen oder andere Mängel müssen sichtbar dargestellt und in den Zustandsangaben wahrheitsgemäß beschrieben werden.
Die Fotos dürfen keine Personen, Fremdprodukte oder unzulässigen Inhalte zeigen. Inserate werden zunächst automatisiert kontrolliert. Wird ein Angebot dabei markiert, kann zusätzlich eine menschliche Moderation erfolgen.
Fehlt bei Eurem Möbelstück lediglich eine Schraube oder ein Beschlag, muss es möglicherweise noch gar nicht verkauft werden. In unserem Ratgeber erfahrt Ihr, wie Ihr viele IKEA-Ersatzteile kostenlos nachbestellen könnt.
Preisempfehlung, eigener Preis und kostenlose Abgabe
Die Plattform erstellt für ein Produkt eine automatische Preisempfehlung. Berücksichtigt werden laut Teilnahmebedingungen unter anderem der Zustand, die Qualität und der ursprüngliche Verkaufspreis.
An diese Empfehlung seid Ihr nicht gebunden. Ihr könnt einen eigenen Verkaufspreis festlegen oder das Möbelstück kostenlos abgeben. Der maximale Angebotspreis liegt derzeit bei 1.995 Euro. Käufer können zudem über eine Gebotsfunktion einen abweichenden Preis vorschlagen. Ein solches Gebot ist 24 Stunden gültig und wird erst verbindlich, wenn der Verkäufer es annimmt.
Ob ein gebrauchtes Möbelstück tatsächlich günstig ist, hängt nicht allein vom Preisnachlass gegenüber dem ursprünglichen Neupreis ab. Prüft auch Zustand, Alter, Maße, Transportaufwand und eventuell fehlende Bauteile.
Einen Überblick über weitere günstige Produkte rund ums Wohnen bietet Euch die Preis-King-Kategorie Home & Living.
Abholung und Transport müsst Ihr selbst vereinbaren
Beim Einstellen eines Produkts muss angegeben werden, wo es abgeholt werden kann. Käufer und Verkäufer stimmen die Übergabe anschließend direkt miteinander ab.
Der Plattformbetreiber organisiert keine Lieferung und keinen Möbeltransport. Bei großen Schränken, Sofas oder Kommoden solltet Ihr deshalb vor dem Kauf klären, ob das Möbelstück zerlegt werden kann, welche Fahrzeuggröße benötigt wird und wer beim Tragen hilft.
Nach Angaben in den Teilnahmebedingungen können gegebenenfalls Versandkosten anfallen. Die Organisation des Versands beziehungsweise der Übergabe bleibt jedoch Sache der beteiligten Mitglieder.
Für kleinere Einrichtungsgegenstände, Küchenzubehör und Aufbewahrungslösungen findet Ihr weitere Angebote in der Preis-King-Kategorie Haushaltswaren.
So funktionieren Zahlung und Käuferschutz
Kauft Ihr einen Artikel über den Marktplatz, wird die Zahlung zunächst vom eingebundenen Zahlungsdienstleister zurückgehalten. Nach der Übergabe bestätigt Ihr im eigenen Profil, dass Ihr das Produkt erhalten und akzeptiert habt.
Anschließend bleibt das Geld noch 48 Stunden einbehalten. Erst danach wird es für den Verkäufer freigegeben. Innerhalb dieses Zeitraums kann eine Rückerstattungsanfrage gestellt werden, wenn das Produkt erheblich von der Beschreibung im Angebot abweicht.
Für kostenpflichtige Käufe fällt eine obligatorische Käuferschutzgebühr von 5 Prozent des vereinbarten Kaufpreises an. Kostenlos abgegebene Produkte sind davon ausgenommen. Zahlungen außerhalb des Marktplatzes sind nicht erlaubt und fallen nicht unter den dort angebotenen Käuferschutz.
Was Käufer vor der Bestätigung prüfen sollten
Schaut Euch das Möbelstück bei der Übergabe gründlich an, bevor Ihr es im System akzeptiert. Achtet insbesondere auf:
- sichtbare Schäden und fehlende Teile
- Stabilität und sichere Nutzbarkeit
- Übereinstimmung mit den hochgeladenen Fotos
- korrekte Maße und Produktvariante
- Veränderungen gegenüber dem Originalzustand
- mögliche Gerüche, Feuchtigkeit oder Schimmelspuren
Der Käuferschutz ist eine zusätzliche Unterstützung der Plattform, aber keine Versicherung. Da es sich in der Regel um einen Kauf zwischen Privatpersonen handelt, besteht außerdem kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht wie bei einem Einkauf in einem gewerblichen Onlineshop.
Wie Verkäufer ihr Geld erhalten
Verkäufer können sich den Erlös grundsätzlich über die angebotene Auszahlungsmethode auszahlen lassen. Vor einer ersten Bankauszahlung kann der Zahlungsdienstleister eine Identitätsprüfung verlangen.
Alternativ lässt sich der Verkaufserlös als digitale IKEA-Guthabenkarte beziehen. Nach den Teilnahmebedingungen kann dabei zusätzlich ein Coupon angeboten werden. Dessen Wert kann sich jedoch ändern und wird im jeweiligen Profil angezeigt. Die digitale Guthabenkarte kann bei IKEA und auf IKEA.com eingesetzt werden, nicht jedoch für Einkäufe auf dem Second-Hand-Marktplatz.
Marktplatz oder Zweite-Chance-Markt: Wo liegt der Unterschied?
Der neue Marktplatz ist nicht mit dem bereits bestehenden Zweite-Chance-Markt zu verwechseln.
Auf dem Online-Marktplatz verkaufen IKEA-Family-Mitglieder ihre gebrauchten Produkte direkt an andere Mitglieder. Beim bestehenden Rückkaufservice verkauft Ihr ein geeignetes Möbelstück dagegen an IKEA zurück. Es wird anschließend im Zweite-Chance-Markt weiterverkauft oder verantwortungsvoll verwertet.
IKEA-Family-Mitglieder erhalten beim Rückkaufservice laut IKEA aktuell einen zusätzlichen Aufschlag von 15 Prozent auf den ermittelten Rückkaufpreis. Dieser Vorteil gehört zum Rückkaufservice und darf nicht mit dem Erlös aus einem privaten Verkauf auf dem neuen Marktplatz gleichgesetzt werden.
Preisbewusste Käufer können außerdem prüfen, ob ein gewünschtes Produkt noch regulär reduziert erhältlich ist. Preis-King begleitet beispielsweise den derzeitigen IKEA-Letzte-Chance-Sale mit 282 reduzierten Produkten. Die dort beschriebene Aktion läuft nach aktuellem Stand bis zum 9. August 2026 und nur, solange die jeweiligen Artikel verfügbar sind.
Für wen lohnt sich der IKEA Second-Hand-Marktplatz?
Das Angebot ist vor allem für Euch interessant, wenn Ihr:
- gezielt nach einem bestimmten gebrauchten IKEA-Modell sucht
- Möbel aus einer eingestellten Serie ergänzen möchtet
- gut erhaltene Möbel weiterverkaufen statt entsorgen wollt
- beim Einrichten sparen möchtet
- gebrauchten Produkten eine längere Nutzungsdauer ermöglichen wollt
- lieber auf einer auf IKEA-Produkte spezialisierten Plattform sucht
Verkäufer profitieren unter anderem vom hinterlegten Produktkatalog und der automatischen Preisempfehlung. Käufer können gezielter nach gebrauchten IKEA-Produkten suchen und erhalten über die Plattform eine geregelte Zahlungsabwicklung.
Diese Nachteile solltet Ihr beachten
Trotz der strukturierten Plattform bleibt der Kauf ein Geschäft zwischen privaten Mitgliedern. Das bringt einige Einschränkungen mit sich:
Nur IKEA Family: Ohne Mitgliedschaft könnt Ihr den Marktplatz nicht nutzen.
Begrenztes Sortiment: Fremdmarken, Matratzen, Haushaltsgeräte und weitere ausgeschlossene Produktgruppen dürfen nicht angeboten werden.
Zusätzliche Gebühr: Käufer zahlen bei regulären Transaktionen 5 Prozent Käuferschutzgebühr.
Transport in Eigenregie: Abholung und gegebenenfalls Versand müssen Käufer und Verkäufer selbst organisieren.
Kein reguläres Widerrufsrecht: Bei einem Privatkauf gelten nicht dieselben Rückgaberechte wie bei einem gewerblichen Händler.
Zustand genau prüfen: Trotz Moderation und Käuferschutz solltet Ihr das Produkt bei der Übergabe sorgfältig kontrollieren.
Fazit: Ab Oktober eine interessante Ergänzung für gebrauchte IKEA-Möbel
Der neue Second-Hand-Marktplatz soll am 14. Oktober 2026 starten und IKEA-Family-Mitgliedern eine spezialisierte Plattform für den privaten Handel mit gebrauchten IKEA-Produkten bieten.
Interessant dürfte das Angebot vor allem für Euch sein, wenn Ihr ältere IKEA-Serien sucht, gut erhaltene Möbel weiterverkaufen oder beim Einrichten sparen möchtet. Wie groß das verfügbare Sortiment tatsächlich wird und wie reibungslos Kauf, Zahlung und Abholung funktionieren, lässt sich allerdings erst nach dem Start beurteilen.
Zu beachten bleiben die Käuferschutzgebühr, die eigenständig zu organisierende Übergabe sowie die eingeschränkten Rückgaberechte bei privaten Verkäufen.
Quelle: Grundlage dieses Beitrags ist der am 6. August 2026 veröffentlichte Bericht von Caschys Blog:
„Ikea führt Second-Hand-Marktplatz für Ikea-Family-Mitglieder ein“
https://stadt-bremerhaven.de/ikea-fuehrt-second-hand-marktplatz-fuer-ikea-family-mitglieder-ein/
Ergänzend wurden öffentlich zugängliche Informationen und Teilnahmebedingungen von IKEA Deutschland berücksichtigt.

Christian Schröder
Gründer & Redakteur
Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.
Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.
Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.
Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

