REWE liefert jetzt in unter einer Stunde: Diese vier Städte starten zuerst

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Mal eben Milch, Gemüse oder Zutaten fürs Abendessen bestellen und den Einkauf innerhalb von maximal einer Stunde bekommen: REWE baut seine Schnelllieferung deutlich aus. Seit dem 15. September 2026 arbeitet der Lebensmittelhändler dafür mit Wolt, Uber Eats und Lieferando zusammen.

Zum Start ist die neue REWE Sofort-Lieferung allerdings noch nicht bundesweit verfügbar. Zunächst könnt Ihr den Service in Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und Jena nutzen. Weitere Großstädte sollen noch bis Ende 2026 folgen.

Aus einem begrenzten Test wird ein größeres Liefermodell

Ganz neu ist die Idee nicht. Preis-King hatte Euch Ende August bereits über einen zunächst sehr begrenzten REWE-Schnellliefer-Test in München und Jena informiert. Damals waren fünf selbstständig geführte Märkte beteiligt und die Auslieferung erfolgte über Wolt beziehungsweise Lieferando.

Den bisherigen Test könnt Ihr in unserem ausführlichen Beitrag zur REWE-Schnelllieferung mit Wolt und Lieferando nachlesen.

Jetzt geht REWE einen Schritt weiter: Unter dem offiziellen Namen „REWE Sofort-Lieferung“ werden erstmals drei große Lieferplattformen in ein gemeinsames Konzept eingebunden.

Diese Anbieter übernehmen die Lieferung

Zum Start verteilt REWE die Städte auf unterschiedliche Partner:

  • Köln: Wolt
  • Frankfurt am Main: Uber Eats
  • Hamburg: Lieferando
  • Jena: Lieferando

In Köln beginnt Wolt zunächst mit fünf REWE-Märkten. Weitere Märkte und Städte sollen später hinzukommen.

Die Bestellung erfolgt nicht über einen eigenen neuen REWE-Sofortliefer-Shop. Stattdessen öffnet Ihr die jeweilige App von Wolt, Uber Eats oder Lieferando und wählt dort das verfügbare REWE-Angebot aus.

Bis zu 9.000 REWE-Produkte stehen zur Auswahl

Das neue Angebot ist deutlich umfangreicher als ein typischer kleiner Convenience-Lieferservice.

Nach Angaben von REWE umfasst das Sortiment je nach Standort etwa 5.000 bis 9.000 Produkte. Dazu gehören unter anderem:

  • frisches Obst und Gemüse
  • Molkereiprodukte
  • Tiefkühlprodukte
  • Convenience-Lebensmittel
  • weitere Artikel aus dem jeweiligen REWE-Sortiment

Die Bestellung wird direkt im teilnehmenden REWE-Markt vor Ort zusammengestellt. Anschließend übernimmt ein Kurier der jeweiligen Plattform den Transport.

REWE nennt dabei eine maximale Lieferzeit von einer Stunde. Bestellungen können laut Unternehmen nicht nur nach Hause, sondern beispielsweise auch ins Büro oder an andere unterstützte Lieferadressen gebracht werden.

Der entscheidende Unterschied zum normalen REWE Lieferservice

REWE liefert Lebensmittel bereits seit vielen Jahren selbst aus. Der klassische Lieferservice funktioniert jedoch anders.

Dort bestellt Ihr über REWE und sucht Euch normalerweise ein verfügbares Lieferzeitfenster aus. Nach Unternehmensangaben erreicht dieser Dienst inzwischen rund die Hälfte der deutschen Haushalte und bietet ein Sortiment von etwa 15.000 Artikeln.

Die neue Sofort-Lieferung zielt dagegen stärker auf spontane Einkäufe.

Statt einen Einkauf Stunden oder Tage vorher zu planen, sollt Ihr beispielsweise fehlende Milch, Zutaten fürs Abendessen oder Getränke kurzfristig bestellen können.

Genau darin liegt der eigentliche Unterschied: Geschwindigkeit statt langfristiger Einkaufsplanung.

Ein bestehender REWE-Markt wird zum kleinen Lieferzentrum

Interessant ist auch, wie REWE die neue Lieferung organisiert.

Die Produkte kommen nicht zwingend aus einem separaten Online-Lager. Stattdessen werden vorhandene REWE-Märkte genutzt. Mitarbeitende stellen dort die Bestellung zusammen, während Wolt, Lieferando oder Uber Eats die sogenannte letzte Meile übernehmen.

REWE kann dabei auf eine vergleichsweise große bestehende Infrastruktur zurückgreifen. Der Abholservice ist nach Unternehmensangaben bereits in mehr als 2.200 Märkten verfügbar. Prozesse rund um die Zusammenstellung digitaler Bestellungen existieren also vielerorts bereits.

Das könnte den Ausbau vereinfachen, weil nicht in jeder Stadt zunächst ein komplett neues Lieferlager entstehen muss.

Warum Jena bereits bekannt vorkommt

Wer unseren ersten Bericht verfolgt hat, dürfte insbesondere Jena wiedererkennen.

Dort waren bereits im August drei selbstständig geführte REWE-Märkte über Lieferando verfügbar. München gehörte ebenfalls zum damaligen Test und wurde über Wolt bedient.

In der neuen offiziellen REWE-Mitteilung zum bundesweiter angelegten Konzept werden nun dagegen Köln, Frankfurt, Hamburg und Jena als Startstädte genannt. München ist in dieser konkreten Startaufstellung nicht aufgeführt. Daraus folgt allerdings nicht automatisch, dass dort bestehende Angebote beendet wurden.

Kosten und Mindestbestellwert: Vor der Bestellung genau prüfen

Bei einem Punkt gibt es keine bundesweit einheitliche Aussage: Was die Sofort-Lieferung am Ende kostet.

Liefergebühren, Mindestbestellwerte, Servicegebühren und mögliche Aktionen können von Plattform, Markt, Adresse und Zeitpunkt abhängen.

Schon beim vorherigen Test hatten wir unterschiedliche Konditionen festgestellt. Deshalb solltet Ihr Euch nicht nur am Warenkorb orientieren, sondern immer den kompletten Endpreis vor dem Absenden der Bestellung ansehen.

Wenn Ihr ohnehin regelmäßig bei REWE einkauft, lohnt sich außerdem ein Blick auf die aktuell gepflegte REWE-Gutscheinübersicht bei Preis-King. Dort werden derzeit verfügbare Coupons und Rabattaktionen gesammelt. Die Bedingungen solcher Aktionen können sich allerdings vom Einkauf über Wolt, Uber Eats oder Lieferando unterscheiden.

Auch auf unserer Seite mit aktuellen REWE-Angeboten und Rabattaktionen findet Ihr weitere Sparmöglichkeiten rund um den Händler.

Schnell geliefert bedeutet nicht automatisch günstig

Der Komfort ist offensichtlich: Wer kurzfristig Lebensmittel benötigt, spart möglicherweise den Weg zum Supermarkt.

Preislich sollte die Geschwindigkeit aber nicht Eure einzige Entscheidungsgrundlage sein.

Gerade bei Lebensmitteln lohnt sich der Vergleich inzwischen besonders. Eine Auswertung, die wir im Sommer betrachtet haben, zeigte, dass die Lebensmittelpreise zwischen Januar 2020 und Juni 2025 insgesamt um 36,3 Prozent gestiegen waren. Mehr dazu findet Ihr in unserer Analyse zu den gestiegenen Lebensmittelpreisen in Deutschland.

Wenn beim Sofort-Einkauf zusätzlich Liefer- oder Servicegebühren anfallen, kann ein kleiner Warenkorb deshalb schnell deutlich teurer werden.

Für einen vergessenen Artikel dürfte der Dienst daher nicht in jedem Fall wirtschaftlich sein. Bei mehreren benötigten Produkten oder wenn Ihr den Weg zum Markt bewusst vermeiden möchtet, kann die Rechnung anders aussehen.

Auch der Supermarkt-Einkauf wird immer digitaler

Die Sofort-Lieferung passt zu einer größeren Entwicklung im Lebensmittelhandel.

REWE und andere Händler verknüpfen Apps, digitale Angebote, Abholservices und Liefermodelle zunehmend miteinander. Auch Nahkauf, das ebenfalls zur REWE-Struktur gehört, hat beispielsweise seinen klassischen Papierprospekt im Sommer 2026 eingestellt. Die Angebote werden inzwischen stärker über digitale Kanäle ausgespielt.

Was sich dabei geändert hat, erklären wir Euch in unserem Beitrag dazu, warum Nahkauf den Papierprospekt abgeschafft hat.

Weitere aktuelle Meldungen und Preisaktionen aus dem Lebensmittelhandel findet Ihr außerdem in unserer Supermarkt-Kategorie bei Preis-King.

REWE will noch 2026 weitere Städte anschließen

Die vier Startstädte sollen erst der Anfang sein.

REWE kündigt an, die Sofort-Lieferung noch bis Ende 2026 auf weitere deutsche Großstädte auszuweiten. Perspektivisch sollen auch kleinere und mittelgroße Städte dazukommen. Welche Orte konkret als Nächstes folgen und wann die jeweiligen Märkte starten, hat das Unternehmen bislang nicht genannt.

Wolt spricht ebenfalls davon, die Kooperation in den kommenden Monaten auf zusätzliche Märkte und Städte ausweiten zu wollen.

Die offizielle Ankündigung mit den Details zur neuen Kooperation findet Ihr im REWE Media Center. Weitere Details zum Kölner Start veröffentlicht zudem Wolt in seinem Newsroom.

Für wen lohnt sich die REWE Sofort-Lieferung?

Besonders praktisch kann der neue Service für Euch sein, wenn Ihr:

  • kurzfristig Lebensmittel oder Getränke benötigt,
  • keinen Supermarktbesuch einplanen könnt oder möchtet,
  • ohnehin Wolt, Uber Eats oder Lieferando nutzt,
  • in einem der unterstützten Liefergebiete wohnt,
  • einen größeren spontanen Einkauf benötigt.

Weniger interessant ist das Angebot möglicherweise, wenn Ihr hauptsächlich auf den niedrigsten Einkaufspreis achtet oder lediglich einen einzelnen günstigen Artikel benötigt. Dann können zusätzliche Gebühren den Komfortvorteil schnell relativieren.

Entscheidend bleibt deshalb der Vergleich zwischen Produktpreisen, eventuellen Liefer- und Servicekosten sowie möglichen Coupons.

Fazit: REWE macht aus dem lokalen Test ein größeres Sofort-Liefermodell

Mit der neuen REWE Sofort-Lieferung wird aus den bisherigen lokalen Versuchen ein deutlich breiter angelegtes Konzept. In Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und Jena könnt Ihr Lebensmittel über Wolt, Uber Eats oder Lieferando bestellen und laut REWE innerhalb von maximal einer Stunde liefern lassen.

Mit 5.000 bis 9.000 Artikeln ist die Auswahl deutlich größer als bei vielen klassischen Sofortlieferangeboten. Gleichzeitig bleibt der Service vorerst regional begrenzt, und auch bei Liefergebühren oder Mindestbestellwerten solltet Ihr genau hinschauen.

Spannend wird deshalb vor allem, welche Städte REWE als Nächstes freischaltet und wie sich die tatsächlichen Endpreise gegenüber dem normalen Einkauf entwickeln.

Eure Meinung ist gefragt

Würdet Ihr Euren REWE-Einkauf über Wolt, Uber Eats oder Lieferando bestellen, wenn er innerhalb einer Stunde bei Euch ist? Oder sind Euch klassische Supermarktpreise und niedrigere Zusatzkosten wichtiger?

Schreibt uns gern in die Kommentare, ob Ihr die neue REWE Sofort-Lieferung bereits ausprobiert habt und wie Eure Erfahrungen mit Lieferzeit, Auswahl, Produktpreisen und Gebühren waren.

Christian Schröder

Christian Schröder

Gründer & Redakteur

Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.

Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.

Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.

Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

Zuletzt aktualisiert: 17.09.2026
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