Wer regelmäßig bei Feneberg einkauft und dabei Payback nutzt, muss sich derzeit umstellen: In vielen Märkten der süddeutschen Supermarktkette lassen sich aktuell keine neuen Payback-Punkte mehr sammeln. Bereits vorhandene Punkte auf Eurem Payback-Konto bleiben jedoch erhalten und können weiterhin bei anderen teilnehmenden Partnern genutzt werden.
Hinter der Änderung steckt mehr als nur ein Wechsel beim Bonusprogramm. Seit Anfang August werden erste Feneberg-Märkte nicht mehr von EDEKA Südbayern, sondern von der REWE Markt GmbH beliefert. Genau diese Umstellung wirkt sich nun auch darauf aus, welche Kundenprogramme in den betroffenen Filialen genutzt werden können.
Keine Payback-Punkte mehr: Was sich bei Feneberg geändert hat
Bislang konntet Ihr bei Feneberg beim Einkauf Eure Payback-Karte beziehungsweise die digitale Karte verwenden und dafür Punkte sammeln. Das war allerdings selbst noch eine vergleichsweise junge Kooperation.
Feneberg hatte sein eigenes VonHier-Bonusprogramm erst 2025 beendet. Nach Angaben des Unternehmens konnten ab dem 2. Mai 2025 Payback-Punkte gesammelt werden. Damit hielt die Payback-Phase bei Feneberg in dieser Form nur etwas mehr als ein Jahr, bevor die nächste größere Umstellung begann.
Seit Anfang August 2026 beliefert REWE erste Feneberg-Märkte. In den davon betroffenen Filialen funktioniert das bisherige Payback-Modell derzeit nicht mehr. Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Die Änderung betrifft nach aktuellem Informationsstand viele beziehungsweise bereits umgestellte Feneberg-Märkte – nicht automatisch jeden einzelnen Standort zum selben Zeitpunkt.
Wenn Ihr grundsätzlich wissen möchtet, bei welchen Lebensmittelhändlern Ihr weiterhin Punkte sammeln könnt, findet Ihr bei Preis-King einen ausführlichen Ratgeber zum Payback-Punktesammeln im Supermarkt.
Eure bereits gesammelten Punkte sind nicht verloren
Für bestehende Payback-Guthaben gibt es eine wichtige Entwarnung: Die Punkte, die Ihr bereits gesammelt habt, bleiben auf Eurem Payback-Konto erhalten. Sie verschwinden nicht dadurch, dass Ihr in einem betroffenen Feneberg-Markt vorerst keine neuen Punkte mehr bekommt. Laut den aktuellen Berichten hat Payback betroffene Nutzer darüber auch per E-Mail informiert.
Ihr könnt vorhandene Punkte weiterhin bei anderen Payback-Partnern einsetzen oder dort neue sammeln. Wer seinen Punktestand in einen konkreten Euro-Wert umrechnen möchte, kann dafür den PAYBACK-Punkte-Rechner von Preis-King verwenden. Dort gilt die übliche Umrechnung von 1 Payback-Punkt = 1 Cent, also beispielsweise 1.000 Punkte = 10 Euro.
Aktuelle Coupons und weitere Möglichkeiten zum Punktesammeln findet Ihr außerdem gebündelt bei den Payback-Angeboten auf Preis-King.
Warum ausgerechnet der Wechsel zu REWE eine Rolle spielt
Der Hintergrund ist ungewöhnlich, weil REWE selbst seit Ende Dezember 2024 kein Payback-Partner mehr ist. Der Handelskonzern hat sich von dem Multipartnerprogramm getrennt und setzt in seinen eigenen Märkten inzwischen auf REWE Bonus.
Bei Feneberg entsteht dadurch momentan eine Zwischenphase: Die betroffenen Märkte erhalten bereits Ware über REWE, sind aber nicht einfach über Nacht zu regulären REWE-Filialen geworden.
Nach den derzeit verfügbaren Berichten kann deshalb auch REWE Bonus aktuell nicht einfach als Ersatz genutzt werden. Begründet wird das damit, dass die Geschäfte derzeit noch nicht als klassische REWE-Märkte geführt werden. Damit stehen betroffene Kunden momentan tatsächlich ohne das bisher gewohnte Treueprogramm da.
Wer ohnehin auch bei REWE einkauft, findet die laufenden Aktionen gesammelt bei den aktuellen REWE-Angeboten auf Preis-King.
Hinter der Payback-Änderung steckt eine größere Neuordnung bei Feneberg
Der Wegfall des Punktesammelns ist nur ein sichtbarer Teil einer deutlich größeren Veränderung bei der traditionsreichen Supermarktkette.
Die Feneberg Lebensmittel GmbH befindet sich seit dem 1. April 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Am 7. Juli 2026 unterzeichneten die REWE Group, Feneberg und die LEH-Allgäu GmbH eine Investorenvereinbarung. Geplant ist, jeweils einen wesentlichen Teil der insgesamt 72 Feneberg-Standorte künftig unabhängig durch REWE beziehungsweise die LEH-Allgäu GmbH betreiben zu lassen.
Das ist gerade für das Allgäu und angrenzende Regionen relevant. Feneberg gehört seit Jahrzehnten zur lokalen Lebensmittelversorgung und ist vor allem zwischen Allgäu, Bodensee, Oberschwaben und Teilen Oberbayerns präsent. Die geplante Neuordnung soll nach Angaben der Beteiligten möglichst viele Standorte, Arbeitsplätze und die regionale Nahversorgung sichern.
Wichtig: Die Investorenlösung ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Vereinbarung steht unter anderem unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe; zudem soll die Umsetzung über einen Insolvenzplan erfolgen, dem die Gläubiger zustimmen müssen.
Fünf Feneberg-Märkte sollen Ende August schließen
Für einige Orte sind die Auswirkungen bereits konkreter. Nach aktuellen regionalen Berichten sollen fünf der 72 Feneberg-Märkte Ende August 2026 dauerhaft schließen. Genannt werden Standorte in Altusried, der City-Galerie Augsburg, im Rigi-Center Peißenberg sowie in Bodnegg und Baindt. Als Grund wird fehlende wirtschaftliche Tragfähigkeit genannt.
Diese Filialschließungen sollten allerdings nicht mit dem Wegfall von Payback gleichgesetzt werden. Beides findet im Rahmen derselben umfassenden Neuordnung statt, die Schließungsentscheidung betrifft aber die wirtschaftliche Zukunft der jeweiligen Standorte und ist nicht die Folge des Bonusprogramms.
Wo könnt Ihr stattdessen weiterhin Payback-Punkte sammeln?
Payback verweist Kunden nach dem Wegfall bei Feneberg unter anderem auf EDEKA und Netto Marken-Discount. Das ist insofern bemerkenswert, als sich die Verhältnisse im deutschen Lebensmittelhandel erst Anfang 2025 grundlegend verschoben haben: Während REWE und Penny Payback verlassen haben, gehören EDEKA und Netto seit 2025 zum Payback-Netzwerk.
Wenn Ihr Eure Einkäufe entsprechend plant, könnt Ihr die aktuellen EDEKA-Angebote und die Angebote von Netto Marken-Discount vergleichen. Welche Payback-Coupons tatsächlich aktiv sind, solltet Ihr vor dem Einkauf zusätzlich in Eurer Payback-App beziehungsweise in den jeweiligen Coupon-Bedingungen kontrollieren.
Für Euch bedeutet das: Ihr müsst nicht auf Eure vorhandenen Punkte verzichten, aber möglicherweise den Händler wechseln, wenn das Sammeln von Payback-Punkten ein wichtiger Bestandteil Eurer Einkaufsplanung ist.
Für wen ist die Änderung besonders relevant?
Besonders merken dürften die Umstellung diejenigen unter Euch, die Feneberg als regelmäßigen Wocheneinkaufsmarkt nutzen und Payback-Coupons gezielt mit größeren Einkäufen kombiniert haben. Bei einem einzelnen Einkauf ist der Wert der Basispunkte meist überschaubar. Über längere Zeit und in Verbindung mit Mehrfach-Coupons kann sich jedoch ein deutlich höherer Punktewert ansammeln.
Weniger entscheidend ist die Änderung für Euch, wenn Ihr Payback nur gelegentlich nutzt oder Feneberg ohnehin mit anderen Supermärkten kombiniert.
Die Entwicklung zeigt gleichzeitig, wie stark sich Bonusprogramme im Lebensmittelhandel innerhalb kurzer Zeit verändern können. Einen weiteren Blick auf diesen Trend liefert unser Beitrag dazu, warum Aldi Süd derzeit bewusst mit günstigen Preisen ohne verpflichtende Bonus-App wirbt.
Fazit: Punkte bleiben erhalten, doch beim Feneberg-Einkauf müsst Ihr Euch umstellen
Für Payback-Nutzer bei Feneberg ist die wichtigste Nachricht zweigeteilt: Eure bereits gesammelten Punkte bleiben erhalten, in vielen bereits umgestellten Feneberg-Märkten könnt Ihr derzeit jedoch keine neuen Payback-Punkte sammeln. Gleichzeitig steht dort aktuell auch REWE Bonus nicht als direkter Ersatz bereit.
Hinter der Änderung steckt die umfassende Neuordnung von Feneberg und der Wechsel der Belieferung von EDEKA Südbayern zu REWE. Wie sich Bonusprogramme und Marktauftritte an den einzelnen Standorten langfristig entwickeln, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen, da Teile der geplanten Investorenlösung weiterhin unter Vorbehalt stehen.
Für Euch lohnt sich deshalb vor dem nächsten Einkauf ein Blick darauf, welcher Feneberg-Markt bereits umgestellt wurde und welche Payback-Alternativen es in Eurer Umgebung gibt.

Christian Schröder
Gründer & Redakteur
Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.
Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.
Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.
Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

