Den Wocheneinkauf bei Aldi erledigen, ohne Getränkekisten, Milch und Gemüse selbst nach Hause tragen zu müssen? Mit meinALDI und dem Aldi Lieferservice geht genau das bereits – und laut Aldi Süd gelten dabei die gleichen Preise wie in der Filiale.
Der entscheidende Haken: Der Aldi-Lieferservice ist weiterhin ein regional begrenzter Test. Anfang Oktober 2026 nennt Aldi Süd lediglich sieben Städte und deren Umgebung als Liefergebiet. Gleichzeitig hat der Dienst erstmals einen eigenen CEO bekommen – ein interessantes Signal, auch wenn Aldi bisher keinen bundesweiten Ausbau angekündigt hat.
Wo liefert der Aldi-Lieferservice aktuell?
meinALDI gehört zu Aldi Süd. Aldi Nord bietet diesen Lebensmittel-Lieferservice nicht an.
Aktuell nennt Aldi Süd folgende sieben Städte:
- Mülheim an der Ruhr
- Duisburg
- Oberhausen
- Mönchengladbach
- Viersen
- Korschenbroich
- Krefeld
Teilweise werden auch angrenzende Gebiete beliefert. Entscheidend ist jedoch Eure konkrete Adresse: Selbst innerhalb einer genannten Stadt können einzelne Straßen außerhalb der aktuellen Routen liegen.
Wer noch nicht beliefert wird, kann sich auf die Warteliste setzen. Einen verbindlichen Termin, wann weitere Regionen hinzukommen, nennt Aldi Süd bislang nicht.
Den offiziellen Verfügbarkeitscheck findet Ihr direkt bei meinALDI von Aldi Süd.
Was kostet meinALDI?
Für kleine Einkäufe ist der Lieferservice vergleichsweise teuer, bei einem größeren Wocheneinkauf fällt die Gebühr dagegen komplett weg.
Aktuell gelten:
- 20 Euro Mindestbestellwert
- 4,99 Euro Liefergebühr bei weniger als 50 Euro Warenwert
- 0 Euro Liefergebühr ab 50 Euro
Gerade die 50-Euro-Grenze ist wichtig. Bei einem Warenkorb von nur 20 Euro entsprechen 4,99 Euro Lieferkosten fast einem Viertel des eigentlichen Einkaufswerts. Bei 50 Euro entfällt dieser Aufschlag vollständig.
Damit richtet sich meinALDI weniger an den spontanen Einkauf von zwei oder drei Artikeln als an Haushalte, die ihren größeren Wocheneinkauf liefern lassen möchten.
Sind die Preise wirklich genauso niedrig wie in der Aldi-Filiale?
Aldi Süd wirbt damit, bei meinALDI die normalen Aldi-Preise anzubieten. Ein aktueller unabhängiger Stichprobenvergleich vom 1. Oktober 2026 stützt diese Aussage deutlich.
Wir haben 25 gleichzeitig verfügbare Brot-, Butter- und Margarineartikel im meinALDI-Shop mit einer Aldi-Süd-Filiale in Mülheim an der Ruhr verglichen. Alle 25 geprüften Preise waren auf den Cent identisch. Auch zwei gerade reduzierte Brotsorten wurden online zum gleichen Aktionspreis gefunden.
Das macht meinALDI besonders interessant, weil Ihr bei einem Warenwert ab 50 Euro weder einen Aufschlag auf die geprüften Produktpreise noch eine Liefergebühr einkalkulieren müsst.
Bei Preis-King beobachten wir regelmäßig, wie eng die Lebensmittelpreise der großen Discounter beieinanderliegen. Einen aktuellen Eindruck davon liefert beispielsweise unser Beitrag zu den Preissenkungen bei Aldi und Lidl.
| Artikel | meinALDI | Filiale Mülheim |
|---|---|---|
| Goldähren Das Milde 500 g | 0,99 € | 0,99 € |
| Goldähren Paderborner 500 g | 1,19 € | 1,19 € |
| Happy Harvest Das Pure 400 g | 1,75 € | 1,75 € |
| Bäckerei Bolten Kleiner Bolten 500 g | 2,89 € | 2,89 € |
| Eifeler Weizenmischbrot 400 g | 1,29 € | 1,29 € |
| Milsani Deutsche Markenbutter 250 g | 1,19 € | 1,19 € |
| Milsani Irische Butter 250 g | 1,79 € | 1,79 € |
| Bio-Butter 250 g | 2,69 € | 2,69 € |
| Rama Margarine 400 g | 2,29 € | 2,29 € |
| Milsani Butterschmalz 500 g | 5,69 € | 5,69 € |
Was bekommt Ihr bei meinALDI – und was fehlt?
Trotz der Filialpreise ersetzt meinALDI eine Aldi-Süd-Filiale nicht vollständig.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Standardsortiment und ausgewählten saisonalen Produkten. Dazu gehören klassische Lebensmittel, Getränke, Drogerieprodukte und viele Aldi-Eigenmarken.
Wöchentliche Non-Food-Aktionsware aus dem Prospekt – beispielsweise Technik, Kleidung oder Gartenartikel – gehört dagegen nicht zum regulären Lieferangebot. Auch bei bestimmten Markenartikeln kann die Auswahl kleiner sein als in der Filiale.
Gerade wenn Ihr normalerweise überwiegend Eigenmarken kauft, dürfte dieser Unterschied weniger ins Gewicht fallen. Wie sich Handelsmarken und bekannte Marken unterscheiden können, erklären wir ausführlicher in unserem Preis-King-Ratgeber zu Marken- und No-Name-Produkten.
Wer gezielt nach einem bestimmten Markenprodukt sucht, sollte dagegen vor der Bestellung kontrollieren, ob es im meinALDI-Shop vorhanden ist.
Wie schnell liefert Aldi?
Ein Schnelllieferdienst für den spontanen Einkauf ist meinALDI nicht.
Nach den aktuell veröffentlichten Angaben wird montags bis samstags ausgeliefert. Bestellungen können bis 23:59 Uhr für den nächsten Tag aufgegeben werden; eine Lieferung noch am selben Tag ist aufgrund der Tourenplanung nicht vorgesehen. Die verfügbaren Lieferfenster werden Euch beim Bestellen angezeigt.
Der Einkauf wird dabei bis zur Wohnungstür gebracht – also auch in einem Mehrfamilienhaus.
Das Konzept orientiert sich damit eher an einem geplanten Wocheneinkauf als an Diensten, die einzelne Lebensmittel innerhalb weniger Minuten liefern.
Auch Pfand kann der Fahrer mitnehmen
Praktisch ist der Lieferservice vor allem dann, wenn Ihr regelmäßig Getränke bestellt.
Laut den ausgewerteten meinALDI-Bedingungen können Fahrer bei einer Lieferung bis zu 50 leere Einweg-Pfandflaschen und Dosen mitnehmen. Der Pfandbetrag wird anschließend mit der Rechnung verrechnet.
Mehrwegflaschen und Getränkekästen sind davon allerdings ausgenommen und müssen weiterhin selbst zurückgebracht werden.
Bezahlt werden kann unter anderem per SEPA-Lastschrift, Visa, Mastercard und Apple Pay. Aldi-Süd-Geschenkgutscheine lassen sich bei meinALDI dagegen nicht einsetzen.
Neuer Chef für meinALDI: Was bedeutet das für den Lieferdienst?
Seit 1. Oktober 2026 besitzt meinALDI erstmals einen eigenen CEO. Aldi Süd hat dafür Mark Hübner verpflichtet, der zuvor unter anderem bei Amazon Fresh und beim Online-Lebensmittelhändler Rohlik tätig war.
Für Kunden ist das zunächst vor allem organisatorisch interessant. Daraus lässt sich noch kein deutschlandweiter Ausbau ableiten.
Die offizielle meinALDI-Seite bezeichnet das aktuelle Gebiet weiterhin als Test-Liefergebiet. Einen konkreten Zeitplan für zusätzliche Städte nennt Aldi Süd nicht.
Dass Aldi gleichzeitig weiter an Preispositionierung und digitalen Einkaufsmöglichkeiten arbeitet, passt jedoch zum intensiven Wettbewerb im Lebensmittelhandel. Wie eng Aldi Süd, Aldi Nord und Lidl inzwischen beieinanderliegen, zeigt auch unser aktueller Discounter-Vergleich 2026.
Für wen lohnt sich der Aldi-Lieferservice?
Besonders interessant kann meinALDI für Euch sein, wenn Ihr im Liefergebiet wohnt und regelmäßig mindestens 50 Euro für den Wocheneinkauf ausgebt.
Dann treffen drei Vorteile zusammen: die geprüften Filialpreise, keine Liefergebühr und die Lieferung bis zur Wohnungstür.
Weniger attraktiv ist der Dienst, wenn Ihr meistens nur kleine Einkäufe erledigt. Zwischen 20 und 49,99 Euro kommen immer 4,99 Euro hinzu.
Auch wer bestimmte Markenprodukte, frische Ware aus der Backstation oder die bekannten wöchentlichen Non-Food-Aktionen kaufen möchte, wird weiterhin zusätzlich eine Filiale benötigen.
Weitere Preisaktionen und Entwicklungen rund um Aldi, Lidl, Rewe und andere Händler findet Ihr in unseren Supermarkt-News. Aktuelle Lebensmittel-Deals sammeln wir außerdem laufend bei den Lebensmittel-Angeboten auf Preis-King.
Fazit: Spannend für den Wocheneinkauf – wenn Ihr im richtigen Gebiet wohnt
meinALDI zeigt, dass Lebensmittel-Lieferung und Aldi-Filialpreise zusammen funktionieren können. Besonders ab 50 Euro Warenwert wird das Konzept interessant, weil dann auch die 4,99 Euro Liefergebühr entfallen.
Die größte Einschränkung ist derzeit nicht der Preis, sondern die Reichweite: Anfang Oktober 2026 bleibt der Dienst auf sieben Städte und Teile ihrer Umgebung beschränkt. Zudem ist das Online-Sortiment nicht vollständig identisch mit dem einer Aldi-Süd-Filiale.
Würdet Ihr Euren Aldi-Wocheneinkauf liefern lassen, wenn meinALDI auch in Eure Stadt kommt – oder gehört der Gang durch den Discounter für Euch einfach dazu? Schreibt uns Eure Erfahrungen und Einschätzung gern in die Kommentare.

Christian Schröder
Gründer & Redakteur
Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.
Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.
Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.
Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

