Amazon will jetzt auch Autos verkaufen – kommt der Preiskampf nach Deutschland?

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Autos bei Amazon kaufen? Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist in den USA längst Realität. Jetzt zeichnet sich ab, dass Amazon Autos auch nach Europa kommen könnte. Der Online-Riese nimmt offenbar zunächst Großbritannien ins Visier und könnte damit langfristig auch deutschen Autobörsen wie mobile.de und AutoScout24 Konkurrenz machen.

Für Euch als Autokäufer stellt sich vor allem eine spannende Frage: Werden Neuwagen und Gebrauchtwagen durch Amazon künftig günstiger? Das ist noch offen. Allerdings zeigt das amerikanische Geschäftsmodell bereits, wie der Autokauf über Amazon funktionieren kann – und weshalb etablierte Anbieter die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Amazon Autos: Der Einstieg in Europa wird konkreter

Amazon verkauft in den USA bereits seit Dezember 2024 Fahrzeuge über seine Plattform Amazon Autos. Nun verdichten sich die Hinweise auf eine Expansion nach Europa. Besonders Großbritannien steht dabei im Mittelpunkt.

Wie unter anderem SmartDroid unter Berufung auf die Automobilwoche berichtet, sucht Amazon in Großbritannien Mitarbeiter für den Ausbau seines Automobilgeschäfts.

Die geplanten Aufgaben sollen unter anderem den Aufbau strategischer Partnerschaften mit Autohändlern umfassen.

Das ist ein wichtiger Hinweis auf Amazons mögliche Pläne. Schließlich benötigt der Konzern für einen funktionierenden Fahrzeugmarktplatz nicht nur eine Online-Plattform, sondern vor allem Händler, die ihre Autos anbieten und später an die Käufer übergeben.

Auch etablierte Fahrzeugplattformen beobachten den potenziellen neuen Wettbewerber. Für Unternehmen, die bisher einen großen Teil der digitalen Fahrzeugsuche abdecken, könnte Amazon langfristig zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz werden.

Wichtig ist allerdings: Ein offizieller Deutschlandstart wurde bislang nicht angekündigt. Auch für Großbritannien liegt noch kein verbindlicher Starttermin vor.

So funktioniert der Autokauf über Amazon bereits in den USA

Wer bei Amazon an den klassischen Versandhandel denkt, dürfte überrascht sein. Ein Auto landet dort nicht wie ein Fernseher im Paket und wird anschließend vom Zusteller vor die Haustür gebracht.

Stattdessen verbindet Amazon Autos die digitale Fahrzeugsuche mit dem klassischen Autohandel.

Amazon arbeitet dafür mit teilnehmenden Autohäusern zusammen. Diese stellen ihre Fahrzeuge auf der Plattform bereit, während interessierte Käufer einen großen Teil des Kaufprozesses online erledigen können.

Laut der offiziellen Beschreibung von Amazon Autos funktioniert der Fahrzeugkauf in den USA folgendermaßen:

  • Neuwagen und Gebrauchtwagen suchen: Fahrzeuge nach Hersteller, Modell, Ausstattung und Preis filtern.
  • Angebote vergleichen: Verfügbare Fahrzeuge teilnehmender Händler gegenüberstellen.
  • Finanzierung auswählen: Personalisierte Finanzierungsangebote prüfen und vergleichen.
  • Gebrauchtwagen in Zahlung geben: Den möglichen Wert des bisherigen Fahrzeugs ermitteln lassen.
  • Kauf online vorbereiten: Einen Großteil der Unterlagen und Kaufabwicklung digital erledigen.
  • Fahrzeug beim Händler abholen: Die Übergabe erfolgt beim jeweiligen Autohaus.

Der entscheidende Unterschied zum herkömmlichen Fahrzeugkauf liegt somit weniger im Auto selbst als im Kaufprozess.

Ihr könnt Euch viele Schritte sparen, die normalerweise mehrere Besuche im Autohaus erfordern. Gleichzeitig bleibt der lokale Händler ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells.

Amazon Autos arbeitet nach eigenen Angaben inzwischen mit mehr als 1.000 teilnehmenden Händlern in über 130 US-Städten zusammen.

Von Hyundai bis zum Gebrauchtwagen: Das Angebot wächst

Zum Marktstart im Dezember 2024 konzentrierte sich Amazon Autos zunächst auf Neuwagen von Hyundai.

Inzwischen wurde das Sortiment deutlich erweitert. Neben Hyundai gehören mittlerweile unter anderem Fahrzeuge von Chevrolet, Jeep, Kia und Subaru zum Angebot.

Auch klassische Gebrauchtwagen sowie zertifizierte Gebrauchtfahrzeuge können über die Plattform erworben werden.

Gerade dieser Bereich dürfte für einen möglichen europäischen Einstieg interessant sein. Denn beim Gebrauchtwagenkauf spielen Preisvergleich, regionale Verfügbarkeit und der Zustand des Fahrzeugs eine besonders wichtige Rolle.

Werden Autos bei Amazon wirklich günstiger?

Hier wird es für preisbewusste Käufer besonders interessant.

Amazon ist dafür bekannt, zahlreiche Produkte unterschiedlicher Anbieter auf einer zentralen Plattform anzubieten. Ein vergleichbarer Ansatz könnte auch beim Autokauf helfen, verschiedene Händlerangebote schneller miteinander zu vergleichen.

Mehr Preistransparenz bedeutet allerdings nicht automatisch niedrigere Preise.

Denn auch bei Amazon Autos bestimmen die teilnehmenden Händler ihre Fahrzeugpreise. Amazon organisiert große Teile des digitalen Kaufprozesses und stellt die Verkaufsplattform bereit. Die Fahrzeuge werden jedoch weiterhin über die jeweiligen Autohäuser verkauft.

Ob Amazon durch seinen möglichen Einstieg in Europa tatsächlich einen Preiskampf auslösen wird, lässt sich deshalb noch nicht seriös vorhersagen.

Warum mehr Wettbewerb trotzdem interessant wäre

Sollte Amazon tatsächlich in den deutschen Fahrzeugmarkt einsteigen, könnten sich mehrere Dinge verändern.

Ein zusätzlicher großer Marktplatz könnte Händler dazu bewegen, ihre Fahrzeuge auf weiteren Plattformen anzubieten. Für Interessenten würde das möglicherweise mehr Auswahl und zusätzliche Vergleichsmöglichkeiten bedeuten.

Gleichzeitig könnte der Wettbewerb zwischen den Plattformbetreibern steigen.

Wer ein Auto verkaufen möchte, könnte künftig zwischen mehreren großen Vertriebskanälen wählen. Ob das auch zu niedrigeren Gebühren für Händler und schließlich günstigeren Preisen für Verbraucher führt, bleibt abzuwarten.

Aus unserer Sicht liegt der interessanteste mögliche Vorteil zunächst deshalb nicht in spektakulären Rabatten, sondern in einem einfacheren und transparenteren Angebotsvergleich.

Wer beim nächsten Fahrzeug nicht unbedingt kaufen möchte, kann übrigens schon heute verschiedene Auto-Leasing-Angebote auf Preis-King miteinander vergleichen.

Beispiel: Warum Ihr nicht nur auf den Fahrzeugpreis schauen solltet

Angenommen, ein Händler bietet einen Gebrauchtwagen für 18.900 Euro an und ein anderer verlangt für ein vergleichbares Modell 18.500 Euro.

Auf den ersten Blick ist das zweite Fahrzeug 400 Euro günstiger.

Dieser Vergleich ist jedoch nur sinnvoll, wenn auch wichtige Merkmale wie Erstzulassung, Kilometerstand, Ausstattung, Wartungshistorie und Fahrzeugzustand berücksichtigt werden.

Hinzu kommen mögliche Kosten für Finanzierung, Überführung oder zusätzliche Leistungen.

Gerade hier könnte ein übersichtlicher digitaler Fahrzeugmarktplatz einen echten Mehrwert schaffen, wenn er solche Unterschiede nachvollziehbar darstellt.

Hinweis: Das Beispiel dient ausschließlich der Veranschaulichung und stellt keine tatsächlichen Amazon-Fahrzeugpreise dar.

Amazon gegen mobile.de und AutoScout24: Was könnte sich ändern?

In Deutschland gehören mobile.de und AutoScout24 zu den bekanntesten Plattformen für die digitale Fahrzeugsuche.

Beide ermöglichen es Euch, nach Neu- und Gebrauchtwagen zu suchen, Fahrzeuge anhand zahlreicher Kriterien zu filtern und Kontakt zu Verkäufern aufzunehmen.

Amazon würde mit seinem bekannten Markennamen, seiner technischen Infrastruktur und seiner langjährigen Erfahrung im Online-Handel einen weiteren großen Anbieter ins Spiel bringen.

Der entscheidende Unterschied könnte darin liegen, wie eng Fahrzeugsuche, Finanzierung, digitale Kaufabwicklung und Händlerübergabe miteinander verbunden werden.

Während klassische Fahrzeugbörsen häufig vor allem für die Vermittlung und Kontaktaufnahme genutzt werden, ist das amerikanische Amazon-Autos-Modell stärker auf die digitale Abwicklung des gesamten Kaufprozesses ausgerichtet.

Allerdings entwickeln auch bestehende Autobörsen ihre Angebote weiter. Es wäre deshalb falsch, automatisch davon auszugehen, dass Amazon künftig das bessere oder günstigere Angebot liefern wird.

Für Käufer könnte der zusätzliche Wettbewerb trotzdem interessant sein, wenn dadurch Vergleichsmöglichkeiten verbessert und Kaufprozesse vereinfacht werden.

Schon heute könnt Ihr neben klassischen Autobörsen beispielsweise auch die carwow-Angebote auf Preis-King im Blick behalten, wenn Ihr nach einem neuen Fahrzeug oder einer passenden Leasingmöglichkeit sucht.

Was passiert mit dem klassischen Autohaus?

Ein möglicher Einstieg von Amazon bedeutet nicht zwangsläufig, dass traditionelle Autohändler überflüssig werden.

Das amerikanische Geschäftsmodell zeigt vielmehr, dass Amazon gezielt auf die Zusammenarbeit mit bestehenden Händlern setzt.

Diese übernehmen weiterhin wichtige Aufgaben wie die Fahrzeugbereitstellung, Beratung und Übergabe.

Für Autohäuser kann ein zusätzlicher Marktplatz interessant sein, weil sie damit möglicherweise Kunden erreichen, die bislang hauptsächlich auf anderen Plattformen nach Fahrzeugen gesucht haben.

Gleichzeitig entsteht eine neue Abhängigkeit von einem großen digitalen Vermittler.

Welche Gebühren Amazon bei einem möglichen Europa-Start verlangen könnte und wie attraktiv diese für teilnehmende Händler wären, ist noch nicht bekannt.

Ein vollständiger Ersatz des klassischen Autohandels zeichnet sich damit nicht ab.

Vielmehr könnte sich die Rolle der Händler verändern: Die Fahrzeugsuche und ein großer Teil der Kaufabwicklung finden online statt, während das Autohaus weiterhin für die praktische Übergabe und weitere Leistungen zuständig bleibt.

Wann startet Amazon Autos in Deutschland?

Stand: 6. November 2026

Bislang gibt es keinen offiziell bestätigten Starttermin für Amazon Autos in Deutschland.

Auch konkrete deutsche Partnerhändler oder verbindliche Informationen zu den Konditionen wurden bisher nicht vorgestellt.

Für Großbritannien verdichten sich dagegen die Hinweise auf einen bevorstehenden Markteintritt.

Die Berichte über den Personalaufbau im Automobilbereich sprechen dafür, dass Amazon den dortigen Fahrzeugmarkt aktiv vorbereitet.

Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass Deutschland unmittelbar danach folgen wird.

Großbritannien ist zudem kein Mitglied der Europäischen Union. Ein dortiger Marktstart wäre deshalb nicht automatisch mit einer Einführung in Deutschland oder der gesamten EU gleichzusetzen.

Für einen deutschen Start müsste Amazon unter anderem passende Händlerpartnerschaften aufbauen und seine Prozesse an die örtlichen Marktbedingungen anpassen.

Auch mögliche Unterschiede bei Finanzierung, Verbraucherrechten und Fahrzeugzulassung wären zu berücksichtigen.

Wann und ob Amazon diese Schritte tatsächlich umsetzt, bleibt vorerst offen.

Darauf solltet Ihr beim Autokauf schon heute achten

Unabhängig davon, ob Amazon Autos künftig nach Deutschland kommt, lohnt es sich, beim Fahrzeugkauf verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.

Entscheidend ist nicht nur der ausgeschriebene Fahrzeugpreis.

Achtet besonders auf folgende Punkte:

  • Gesamtpreis: Berücksichtigt mögliche Überführungs-, Zulassungs- und Zusatzkosten.
  • Fahrzeugzustand: Prüft bei Gebrauchtwagen Wartungshistorie, Laufleistung und bekannte Schäden.
  • Finanzierung: Vergleicht den effektiven Jahreszins und die gesamten Finanzierungskosten.
  • Ausstattung: Fahrzeuge mit ähnlichen Modellbezeichnungen können sich erheblich unterscheiden.
  • Garantie und Gewährleistung: Prüft die angebotenen Leistungen und Eure gesetzlichen Ansprüche.
  • Händler: Achtet auf nachvollziehbare Unternehmensangaben und seriöse Kaufbedingungen.

Lasst Euch bei einer Finanzierung außerdem nicht allein von einer niedrigen monatlichen Rate überzeugen. Eine hohe Schlussrate oder lange Laufzeit kann die Gesamtkosten erheblich beeinflussen.

Wer sich noch nicht auf einen Fahrzeugkauf festlegen möchte, kann alternativ die Leasingmarkt-Angebote auf Preis-King vergleichen.

Auch beim Leasing solltet Ihr neben der monatlichen Rate unter anderem auf Sonderzahlungen, Laufzeit, Kilometerbegrenzung und mögliche Rückgabekosten achten.

Eine gut gestaltete Online-Plattform kann den Fahrzeugvergleich vereinfachen. Die sorgfältige Kaufentscheidung nimmt sie Euch jedoch nicht ab.

Fazit: Amazon könnte den Autokauf verändern – günstigere Preise sind noch offen

Mit Amazon Autos könnte ein großer neuer Wettbewerber auf den europäischen Fahrzeugmarkt kommen. Die Entwicklungen in Großbritannien zeigen, dass ein solcher Schritt zunehmend konkreter wird.

Für deutsche Autokäufer bleibt die wichtigste Einschränkung: Ein Start in Deutschland wurde bislang nicht offiziell angekündigt.

Sollte Amazon sein amerikanisches Geschäftsmodell später auf Deutschland übertragen, könnten eine einfachere Fahrzeugsuche, transparentere Vergleiche und die digitale Kaufabwicklung zu den interessantesten Vorteilen gehören.

Ob dadurch tatsächlich bessere Fahrzeugpreise entstehen, muss sich allerdings erst zeigen.

Für Euch lohnt es sich deshalb weiterhin, verschiedene Händler, Plattformen und Finanzierungsmodelle miteinander zu vergleichen.

Jetzt interessiert uns Eure Meinung: Würdet Ihr Euren nächsten Neu- oder Gebrauchtwagen über Amazon kaufen? Oder vertraut Ihr beim Autokauf lieber auf mobile.de, AutoScout24 und das klassische Autohaus? Schreibt uns Eure Erfahrungen und Einschätzungen in die Kommentare!

Christian Schröder

Christian Schröder

Gründer & Redakteur

Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.

Christian Schröder ist seit 2017 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.

Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.

Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

Zuletzt aktualisiert: 06.11.2026
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