25 Cent Pfand auf Gurken- und Senfgläser? Was 24 Hersteller jetzt planen

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Pfand auf Gurkengläser: 24 Hersteller planen Mehrweg-System

Ihr stellt das leere Gurkenglas normalerweise zum Altglas – doch genau das könnte sich künftig ändern. Insgesamt 24 Lebensmittelhersteller arbeiten an einem gemeinsamen Mehrwegsystem für Schraubgläser und Glasflaschen.

Betroffen sein könnten bekannte Alltagsprodukte wie Gewürzgurken, Senf, Marmelade, Saucen oder Speiseöl. Beim Einkauf würde dadurch zunächst ein zusätzlicher Pfandbetrag auf dem Kassenbon landen. Nach der Rückgabe bekommt Ihr das Geld wieder.

So hoch soll das neue Pfand ausfallen

Für Lebensmittel in Schraubgläsern sind nach den bisherigen Planungen 25 Cent Pfand vorgesehen. Bei Produkten in Glasflaschen sollen es sogar 50 Cent sein.

Der Betrag kommt zusätzlich zum eigentlichen Produktpreis hinzu. Kauft Ihr beispielsweise vier bepfandete Schraubgläser, erhöht sich der zu zahlende Betrag zunächst um einen Euro. Sobald Ihr die leeren und unbeschädigten Gläser zurückgebt, wird Euch das Pfand wieder erstattet.

Wichtig: Es handelt sich nicht um eine versteckte Preiserhöhung. Das Pfand soll dafür sorgen, dass möglichst viele Verpackungen in den Mehrwegkreislauf zurückkehren.

Weitere Entwicklungen bei Aldi, Lidl, Rewe, Kaufland und anderen Händlern findet Ihr regelmäßig in unseren aktuellen Supermarkt-News.

Diese Produkte könnten betroffen sein

Das geplante System richtet sich nicht nur an einen einzelnen Hersteller. Insgesamt 24 Unternehmen wollen ihre bisherigen Einwegverpackungen schrittweise durch standardisierte Mehrweggläser ersetzen.

Zu den beteiligten Unternehmen und Marken gehören unter anderem:

  • Kühne
  • Develey
  • Feinkost Dittmann
  • Andros Deutschland

Damit könnten künftig vor allem Verpackungen für Gewürzgurken, Senf, Marmelade, Saucen und weitere haltbare Lebensmittel ein Pfandzeichen tragen. Welche Produkte tatsächlich zuerst umgestellt werden und in welchen Supermärkten sie erhältlich sein werden, hängt jedoch von den jeweiligen Herstellern und Handelspartnern ab.

Müssen jetzt alle Gurkengläser zurückgegeben werden?

Nein. Das geplante Mehrwegsystem ist kein neues gesetzliches Pflichtpfand für sämtliche Lebensmittelgläser.

Normale Einweggläser ohne Pfandkennzeichnung gehören weiterhin in den Altglascontainer. Nur entsprechend gekennzeichnete Mehrwegverpackungen nehmen am neuen Rückgabesystem teil.

Ihr solltet deshalb künftig genau auf das Etikett, ein Pfandsymbol oder einen entsprechenden Hinweis auf der Verpackung achten. Ein beliebiges Marmeladen- oder Gurkenglas lässt sich nicht automatisch am Pfandautomaten zurückgeben.

So soll die Rückgabe funktionieren

Organisiert wird das System vom Berliner Mehrwegdienstleister Dotch. Das Unternehmen stellt standardisierte Glasverpackungen bereit und kümmert sich um den Rücktransport, die Reinigung und die erneute Bereitstellung für die Hersteller.

Die Rückgabe soll möglichst einfach über Pfandautomaten und angeschlossene Rückgabestellen funktionieren. Das leere Glas gelangt anschließend nicht zum Einschmelzen in den Altglascontainer, sondern wird gereinigt und erneut mit Lebensmitteln befüllt.

Ob jedes bepfandete Glas an jedem beliebigen Automaten angenommen wird, dürfte von der technischen Anbindung und den teilnehmenden Händlern abhängen. Entscheidend wird deshalb sein, wie flächendeckend das Rückgabenetz zum Start aufgebaut ist.

Warum die Hersteller auf Mehrweg setzen

Einwegglas lässt sich zwar gut recyceln, muss nach der Entsorgung jedoch eingeschmolzen und vollständig neu hergestellt werden. Dieser Vorgang benötigt viel Energie. Außerdem sind Glasverpackungen vergleichsweise schwer und verursachen dadurch höhere Transportkosten.

Bei einem Mehrwegsystem werden die Gläser dagegen mehrfach verwendet. Die Hersteller erhoffen sich davon einen geringeren Bedarf an neuen Verpackungen, stabilere Lieferketten und mehr Planungssicherheit.

Als Gründe für die Umstellung werden außerdem steigende Kosten für Einwegglas, höhere Lizenzkosten und zunehmende CO₂-Kosten genannt. Erste Anbieter aus dem Bio-Lebensmittelbereich nutzen vergleichbare Systeme bereits und berichten von einer positiven Resonanz der Kunden.

Darauf solltet Ihr beim Bezahlen achten

Durch das zusätzliche Pfand kann der Endbetrag an der Kasse zunächst deutlich höher aussehen. Wer mehrere Gläser und Flaschen kauft, zahlt schnell einige Euro mehr.

Das Geld ist allerdings nicht verloren, solange Ihr die Verpackungen zurückbringt. Am besten bewahrt Ihr die leeren Gläser gesammelt in einer stabilen Tasche oder Kiste auf, damit sie beim Transport nicht beschädigt werden.

Bei manchen Bonusprogrammen wird der Pfandbetrag zudem nicht als regulärer Einkaufsumsatz gewertet. Im Preis-King-Test zur Kaufland Card Xtra zeigen wir beispielsweise, welche Einkäufe von der Punktevergabe ausgeschlossen sind.

Das neue System ist außerdem nicht mit einem Pfandfehler bei Amazon zu verwechseln. Bei den geplanten Mehrweggläsern handelt es sich um einen regulären und bewusst erhobenen Pfandbetrag.

Wann kommt das Pfand auf Lebensmittelgläser?

Ein einheitlicher bundesweiter Starttermin wurde bislang nicht genannt. Die beteiligten Hersteller bereiten die Umstellung gemeinsam mit dem Mehrwegdienstleister vor. Wann die ersten Produkte flächendeckend in den großen Supermarktketten auftauchen, bleibt daher noch offen.

Möglich ist, dass die Einführung zunächst in einzelnen Märkten, Regionen oder mit ausgewählten Produkten beginnt. Entscheidend wird sein, ob genügend Händler teilnehmen und die Rückgabe für Kunden unkompliziert funktioniert.

Bis dahin lohnt sich ein genauer Blick auf Verpackungen und Kassenbons. Aktuelle Lebensmittel- und Getränkeaktionen findet Ihr in der Übersicht der Supermarkt-Angebote auf Preis-King.

Fazit: Das Altglas könnte für einige Produkte bald ausgedient haben

Pfand auf Gurken-, Senf- oder Marmeladengläser klingt zunächst ungewohnt. Für Kunden würde sich im Alltag aber vor allem der Rückgabeweg ändern: Statt das Glas zum Altglascontainer zu bringen, landet es künftig möglicherweise im Pfandautomaten.

Geplant sind 25 Cent für Schraubgläser und 50 Cent für Glasflaschen. Noch handelt es sich jedoch um ein freiwilliges System bestimmter Hersteller und nicht um ein allgemeines Pflichtpfand.

Für Euch bedeutet das: Achtet beim Einkauf auf die Kennzeichnung. Nur Gläser mit Pfandhinweis gehören zurück zum Händler – alle anderen Verpackungen werden weiterhin wie gewohnt über den Altglascontainer entsorgt.

Quelle: Lebensmittelzeitung

Christian

Christian

Redakteur

Expertise: Christian ist erfahrener Schnäppchen-Experte und Gründer von Preis-King.com mit starkem Fokus auf Deals, Gutscheine und Preisoptimierung seit 2017. Dank seiner täglichen Deal-Recherche entdeckt Ihr mit ihm zuverlässig die besten Angebote im Netz – schnell, aktuell und mit echtem Sparpotenzial.

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Aus diesem Frust wurde schnell eine Leidenschaft: Heute bin ich nicht nur ein echter Sparfuchs, sondern auch ein Gutscheinjunkie. Meine Mission ist es, täglich die besten Deals, Rabattcodes und Preisnachlässe für euch zu finden. Wenn es einen Top-Deal gibt, findet ihr ihn garantiert hier!

Zuletzt aktualisiert: 15.07.2026
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