Booking.com akzeptiert jetzt Miles & More Meilen – im Test braucht Ihr 330 Meilen für 1 Euro

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Wer Miles & More Meilen gesammelt hat, kann sie ab sofort auch direkt für Unterkünfte bei Booking.com einsetzen. Schon ab 3.000 Meilen lässt sich ein Teil des Übernachtungspreises bezahlen – allerdings solltet Ihr vor dem Einlösen genau rechnen.

Denn ein unabhängiger Buchungstest kam lediglich auf einen Gegenwert von rund 0,3 Cent je Meile. Das entspricht ungefähr 330 Miles & More Meilen für einen Euro Preisnachlass.

Das ist bei Booking.com und Miles & More jetzt neu

Miles & More und Booking.com arbeiten bereits seit Jahren zusammen. Bislang ging es dabei vor allem ums Sammeln: Über die entsprechende Partnerseite gibt es regulär eine Miles & More Meile je ausgegebenem Euro für qualifizierende Hotelaufenthalte.

Seit dem 12. August 2026 funktioniert das Prinzip erstmals auch in die andere Richtung. Miles & More Mitglieder können vorhandene Prämienmeilen bei teilnehmenden Unterkünften einsetzen und damit den zu zahlenden Geldbetrag reduzieren. Nach Angaben von Miles & More ist das Programm der erste Loyalty-Partner, dessen Meilen sich auf diese Weise direkt bei Booking.com für Unterkünfte einsetzen lassen.

Für Miles-&-More-Nutzer kommt die Neuerung in einer ohnehin bewegten Phase. Ende 2026 soll das Programm in Lufthansa Group Miles & More umbenannt werden. Was sich dadurch für Konten und Meilen ändert – beziehungsweise bislang ausdrücklich nicht angekündigt wurde – haben wir Euch bereits in unserem Ratgeber zur Umbenennung von Miles & More zusammengefasst.

So bezahlt Ihr Eure Booking.com-Unterkunft mit Meilen

Die Einlösung erfolgt nicht bei jeder beliebigen Booking.com-Buchung automatisch. Miles & More stellt dafür eine eigene gemeinsame Booking.com-Seite bereit. Dort werden teilnehmende Unterkünfte entsprechend für die Meileneinlösung gekennzeichnet.

Während des Buchungsvorgangs meldet Ihr Euch in Eurem Miles-&-More-Konto an. Beim ersten Mal müsst Ihr außerdem der Übermittlung der notwendigen Daten an Booking.com zustimmen. Anschließend könnt Ihr über einen Regler bestimmen, wie viele Meilen Ihr einsetzen möchtet.

Mindestens 3.000 Meilen sind notwendig

Die kleinste mögliche Einlösung liegt bei 3.000 Miles & More Meilen. Nach oben hängt die verfügbare Menge unter anderem von Eurem Meilenstand und der jeweiligen Buchung ab.

Ihr müsst dabei nicht zwingend den kompletten Hotelpreis mit Meilen begleichen. Der Restbetrag wird einfach mit einer normalen Zahlungsmethode bezahlt. Bestimmte lokale Gebühren und Abgaben können laut Miles & More grundsätzlich nicht mit Meilen beglichen werden, sodass bei jeder Buchung ein Geldbetrag übrig bleiben kann.

Wichtig ist außerdem die Zahlungsart: Die Meileneinlösung funktioniert nur, wenn Ihr im Bezahlvorgang „Jetzt bezahlen“ auswählt. Tarife mit späterer Zahlung oder Bezahlung direkt in der Unterkunft sind ausgeschlossen.

Positiv: Bestehende Booking.com-Genius-Vorteile sollen auch bei einer Buchung mit Miles & More Meilen erhalten bleiben.

Wie viel sind die Miles & More Meilen bei Booking.com wirklich wert?

Genau hier wird die neue Option für Euch besonders interessant. Miles & More nennt in seiner offiziellen Ankündigung keinen allgemein gültigen festen Eurokurs für die Meileneinlösung.

Das Fachportal meilenoptimieren hat deshalb eine konkrete Buchung geprüft. Dort reduzierten 154.704 eingesetzte Meilen den zu zahlenden Betrag um 468,80 Euro. Daraus ergibt sich ein Gegenwert von ungefähr 0,3 Cent pro Meile beziehungsweise rund 330 Meilen je einem Euro Ersparnis.

Wichtig: Das ist ein konkretes Testergebnis und kein von Miles & More garantierter allgemeiner Umrechnungskurs. Prüft deshalb bei Eurer eigenen Buchung immer, welchen Geldbetrag Euch die ausgewählte Meilenmenge tatsächlich erspart.

3.000 Meilen entsprächen im Test nur rund 9 Euro

Überträgt man den beobachteten Testkurs rein rechnerisch auf die Mindestmenge, würden 3.000 Meilen einen Preisnachlass von ungefähr 9,09 Euro ergeben.

Genau diese Zahl zeigt, warum Ihr nicht allein auf die bequeme Einlösemöglichkeit schauen solltet. Wer viele Meilen besitzt, kann bei einer größeren Hotelrechnung zwar schnell einen sichtbaren Eurobetrag abziehen – gleichzeitig gibt er dafür möglicherweise ein vergleichsweise wertvolles Meilenguthaben aus.

Besonders interessant ist der Vergleich mit Payback

Für deutsche Nutzer ergibt sich noch ein weiterer Vergleich. Payback-Punkte lassen sich im Verhältnis 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln. Gleichzeitig entsprechen bei einer Auszahlung oder direkten Nutzung 100 Payback-Punkte einem Euro. Unser Preis-King-Ratgeber zu Payback und der Umwandlung in Miles & More Meilen erklärt Euch die Möglichkeiten im Detail.

Rein rechnerisch sind 3.000 Payback-Punkte damit 30 Euro wert, wenn Ihr sie zum vollen Centwert nutzt.

Würdet Ihr dieselben 3.000 Punkte zunächst ohne Bonus 1:1 zu Miles & More übertragen und die daraus entstandenen 3.000 Meilen anschließend zum beobachteten Booking.com-Testkurs einsetzen, läge die Ersparnis dagegen nur bei rund 9,09 Euro.

Das bedeutet nicht, dass jede Booking.com-Einlösung diesen Kurs haben muss. Es zeigt aber sehr deutlich, warum Ihr vorhandene Punkte oder Meilen nicht allein wegen der neuen Bezahlmöglichkeit vorschnell übertragen oder einsetzen solltet.

Für wen kann sich die neue Einlösung trotzdem lohnen?

Die größte Stärke der Kooperation ist Flexibilität.

Wer keine Prämienflüge buchen möchte, nur einen vergleichsweise kleinen Meilenbestand besitzt oder seinen Geldanteil bei einer ohnehin geplanten Hotelbuchung reduzieren will, bekommt eine zusätzliche Verwendungsmöglichkeit.

Interessant ist das beispielsweise, wenn Ihr:

  • mindestens 3.000 Meilen auf dem Konto habt,
  • ohnehin eine teilnehmende Unterkunft über Booking.com buchen möchtet,
  • den aktuellen Geldpreis reduzieren wollt,
  • keine attraktivere Verwendung für Eure Meilen geplant habt,
  • und Euch der angezeigte Umrechnungskurs überzeugt.

Bei der Suche nach einer Unterkunft solltet Ihr trotzdem vergleichen. In unserer Übersicht der aktuellen Hotel- und Unterkunftsangebote findet Ihr weitere Möglichkeiten für Eure nächste Reise. Die Kategorie ist laufend erreichbar und bündelt aktuelle Hotelangebote.

Wer den maximalen Meilenwert sucht, sollte genauer rechnen

Weniger attraktiv dürfte die Booking.com-Einlösung für diejenigen sein, die ihre Miles & More Meilen gezielt mit möglichst hohem Gegenwert einsetzen möchten.

Der im Test ermittelte Wert von rund 0,3 Cent pro Meile liegt am unteren Ende dessen, was sich mit Meilen erzielen lässt. Meilenoptimieren nennt für klassische Cash-, Gutschein- und Sachprämien häufig etwa 0,3 bis 0,5 Cent je Meile, während bei hochwertigen Prämienflügen auch mehrere Cent je Meile möglich sein können.

Deshalb kann sich vor einer Hotelbuchung ein Blick auf unsere Übersicht aktueller Flugangebote lohnen. Wer Flug und Hotel zusammen benötigt, sollte außerdem prüfen, ob eine Pauschalreise unter dem Strich günstiger ist als eine getrennte Buchung. Beide Bereiche werden auf Preis-King fortlaufend mit aktuellen Reiseangeboten geführt.

Vergleicht den Booking.com-Preis auch ohne Meileneinlösung

Es gibt noch einen Punkt, den Ihr vor dem Einsatz größerer Meilenmengen überprüfen solltet: Vergleicht den Übernachtungspreis der Miles-&-More-Partnerseite mit dem regulären Buchungspreis und gegebenenfalls mit anderen Anbietern.

Meilenoptimieren weist darauf hin, dass bei speziellen Partner-Landingpages bereits beim Meilensammeln teilweise andere Preise oder Tarifoptionen auftauchen können. Der vermeintliche Vorteil einer Meileneinlösung sollte deshalb immer anhand des tatsächlichen Endpreises beurteilt werden.

Auf Preis-King findet Ihr dafür auch unsere übergeordnete Übersicht mit aktuellen Urlaubs- und Reiseangeboten.

Achtung bei Zahlungsaufforderungen rund um Booking.com

Da Ihr für die neue Miles-&-More-Einlösung ausdrücklich die Option „Jetzt bezahlen“ nutzen müsst, solltet Ihr besonders darauf achten, den Zahlungsvorgang ausschließlich innerhalb der offiziellen Booking.com-Seite beziehungsweise App durchzuführen.

Preis-King hat bereits über Phishing-Fälle berichtet, bei denen vermeintliche Hotelnachrichten zu externen Zahlungsseiten führten. In unserem Booking.com-Sicherheitsratgeber erklären wir, woran Ihr solche Nachrichten erkennen könnt.

Fazit: Mehr Flexibilität, aber der Meilenwert entscheidet

Die neue Kooperation zwischen Miles & More und Booking.com macht das Einlösen von Meilen deutlich flexibler. Ab 3.000 Meilen könnt Ihr bei teilnehmenden Unterkünften einen Teil des Preises direkt begleichen, Genius-Vorteile bleiben erhalten und die eingelösten Meilen werden unmittelbar vom Konto abgezogen.

Der entscheidende Nachteil ist der bislang beobachtete Gegenwert. Im untersuchten Beispiel waren 330 Meilen lediglich einen Euro Preisnachlass wert, also rund 0,3 Cent je Meile. Wer aus seinen Meilen möglichst viel herausholen möchte, sollte deshalb andere Einlösemöglichkeiten und den normalen Hotelpreis unbedingt gegenrechnen.

Für Euch ist die neue Booking.com-Option deshalb vor allem eine zusätzliche bequeme Möglichkeit – nicht automatisch die wirtschaftlich beste Verwendung Eurer Miles & More Meilen.

Wie seht Ihr die neue Funktion? Würdet Ihr Eure Miles & More Meilen für eine Hotelbuchung bei Booking.com einsetzen oder hebt Ihr sie lieber für Prämienflüge auf? Schreibt uns Eure Meinung und Eure Erfahrungen in die Kommentare.

Christian Schröder

Christian Schröder

Gründer & Redakteur

Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.

Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.

Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.

Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2026
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