Mikrowelle und Airfryer in einem: Ninjas neues Küchengerät kostet 450 Dollar
Mikrowelle und Airfryer in nur einem Gerät: Mit der neuen Ninja Crispi Microwave MW101 will Ninja Speisen zunächst schnell erhitzen und anschließend knusprig bräunen. Das klingt praktisch, ist aber nicht günstig: In den USA kostet die Kombination 449,99 US-Dollar*.
Ob und zu welchem Preis das Gerät nach Deutschland kommt, ist bislang nicht bestätigt. Für Euch stellt sich deshalb nicht nur die Frage, ob die neue Technik funktioniert, sondern auch, ob eine Mikrowelle mit integriertem Airfryer tatsächlich rund 450 Dollar wert ist.
Ninja kombiniert Mikrowelle und Heißluftfritteuse
Die Grundidee der Ninja Crispi Microwave ist einfach: Speisen sollen zunächst durch Mikrowellenenergie schnell im Inneren erwärmt werden. Anschließend übernimmt stark zirkulierende Heißluft, um der Oberfläche Feuchtigkeit zu entziehen und sie zu bräunen.
Ninja nennt dieses automatische Zusammenspiel FusionCrisp. Ihr müsst das Gericht dabei nicht aus der Mikrowelle nehmen, in einen separaten Airfryer umfüllen und ein zweites Programm starten. Die Maschine wechselt selbstständig vom Mikrowellenbetrieb zur Heißluftfunktion.
Das Glasbehälter-Konzept ist innerhalb des Ninja-Sortiments nicht völlig neu. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt bereits die Ninja CRISPi Glas-Heißluftfritteuse, bei der direkt in transparenten CleanCrisp-Behältern gegart wird. Die neue MW101 erweitert dieses Prinzip erstmals um eine vollwertige Mikrowellenfunktion.

Die Ninja Crispi Microwave kombiniert Mikrowelle und Heißluftfunktion für schnelles Erhitzen und knuspriges Garen.
FusionCrisp soll Tempo und Knusprigkeit verbinden
Eine klassische Mikrowelle regt Wassermoleküle in Lebensmitteln an und kann Speisen dadurch schnell erwärmen. Für eine trockene, gebräunte Oberfläche fehlt ihr jedoch die notwendige intensive Heißluft. Gerade Pizza, Pommes, Nuggets oder panierte Reste werden deshalb zwar heiß, bleiben aber häufig weich.
Der Airfryer-Bereich der Ninja Crispi Microwave arbeitet laut Hersteller mit 1.700 Watt und erzeugt zirkulierende Heißluft mit bis zu 232 Grad Celsius. FusionCrisp beginnt mit der schnellen Mikrowellenphase und beendet den Garvorgang anschließend mit Heißluft.
Ninja wirbt damit, bestimmte tiefgekühlte Speisen innerhalb von etwa zehn Minuten knusprig zuzubereiten. Ganze Mahlzeiten sollen mit FusionCrisp bis zu 60 Prozent schneller fertig werden als in einem herkömmlichen Backofen. Dabei handelt es sich ausdrücklich um Herstellerangaben. Unabhängige Vergleichsmessungen oder ausführliche Praxistests zur MW101 liegen bislang nicht vor.
Wer nicht auf eine mögliche deutsche Version warten möchte und ausschließlich die Heißluftfunktion benötigt, findet in der Preis-King-Übersicht laufend aktualisierte Angebote für Heißluftfritteusen und Multifunktionsgeräte.
14 Funktionen in einem Küchengerät
Ninja bezeichnet die Crispi Microwave als 14-in-1-Gerät. Dahinter verbergen sich acht Mikrowellenprogramme, fünf Heißluftprogramme und die kombinierte FusionCrisp-Funktion.
Die acht Mikrowellenprogramme
Zur Auswahl stehen Voreinstellungen für:
- Popcorn
- Kartoffeln
- Auftauen
- Getränke
- Suppen
- Tiefkühlgerichte
- Tiefkühlgemüse
- Butter weich machen
Die fünf Airfryer-Programme
Für die Heißluftzubereitung bietet die US-Version:
- Air Fry beziehungsweise knuspriges Heißluftgaren
- Max Crisp
- Air Roast
- Air Bake
- Air Broil
FusionCrisp bildet das vierzehnte Programm und verbindet Mikrowelle und Airfryer automatisch.

Die Ninja Crispi Microwave MW101 ist laut Produktgrafik 20,3 Zoll breit, 17 Zoll tief und 14,1 Zoll hoch.
Die wichtigsten technischen Daten
Die bisher vorgestellte US-Ausführung der Ninja Crispi Microwave MW101 bietet folgende Ausstattung:
- Mikrowellenleistung: 1.000 Watt
- Heißluftleistung: 1.700 Watt
- Maximale Heißlufttemperatur: rund 232 Grad Celsius
- Programme: 14 Funktionen
- Glasbehälter: 5,5 US-Quart beziehungsweise rund 5,2 Liter
- Bauweise: flacher Garraum ohne Drehteller
- Abmessungen: ungefähr 50 × 41 × 36 Zentimeter
- Gewicht: rund 22,7 Kilogramm
- Spannung der US-Version: 120 Volt
- Aufstellung: ausschließlich freistehend auf einer geeigneten Arbeitsfläche
Zum Lieferumfang gehören die Mikrowelle, der CleanCrisp-Glasbehälter, ein Crisper-Einsatz und ein Rezeptheft.
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Kein Drehteller: Mehr Platz, aber kein kompaktes Gerät
Eine der auffälligsten Besonderheiten ist der flache Innenraum. Anders als viele klassische Mikrowellen besitzt die Crispi Microwave keinen rotierenden Glasteller. Dadurch können laut Ninja auch rechteckige Formen, mehrere Schüsseln oder zwei Popcorntüten gleichzeitig in den Garraum passen.
Der Hersteller spricht von 40 Prozent mehr nutzbarer Garfläche im Vergleich zu einer ähnlich großen Mikrowelle mit Drehteller. Der flache Boden dürfte außerdem leichter auszuwischen sein, da kein Teller und kein Drehring entfernt werden müssen. Auch diese Angaben stammen vom Hersteller.
Klein ist die Kombination trotzdem nicht. Mit rund 50 Zentimetern Breite und einem Gewicht von etwa 22,7 Kilogramm benötigt sie einen dauerhaft tragfähigen Stellplatz. Ninja erlaubt nur die freie Aufstellung auf einer Arbeitsfläche. Für den Einbau in einen Küchenschrank oder den Betrieb in einem geschlossenen Fach ist das Gerät nicht vorgesehen.
Wer nur wenig Stellfläche hat, sollte deshalb genau vergleichen. Vertikal aufgebaute Modelle oder klassische Geräte mit einzelnen Garkörben können je nach Küche praktischer sein. Einen Überblick über Aktionen der Marke bietet die interne Seite mit aktuellen SharkNinja-Angeboten und Rabattaktionen.

CleanCrisp-Glasbehälter statt klassischem Frittierkorb
Im Lieferumfang befindet sich ein transparenter CleanCrisp-Glasbehälter mit einem Volumen von rund 5,2 Litern. Ein spezieller Einsatz sorgt dafür, dass heiße Luft auch unter den Lebensmitteln zirkulieren kann.
Glasbehälter und Einsatz sind laut Ninja frei von PFAS, PTFE und PFOA und dürfen in der Spülmaschine gereinigt werden. Der Hersteller nennt als mögliche Füllmengen unter anderem vier Pizzastücke oder bis zu rund 1,8 Kilogramm Pommes. Wie gleichmäßig große Mengen tatsächlich knusprig werden, muss jedoch erst ein unabhängiger Praxistest zeigen.
Wichtig ist außerdem die eingeschränkte Kompatibilität: Glasbehälter anderer Ninja-Crispi-Modelle dürfen in der MW101 laut Hersteller nur im reinen Mikrowellenmodus verwendet werden. Für Airfryer und FusionCrisp ist der speziell für die Mikrowelle mitgelieferte Behälter vorgesehen.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
In den USA kam die Ninja Crispi Microwave am 16. Juli 2026 auf den Markt. Der offizielle Preis beträgt dort 449,99 US-Dollar. Eine angepasste Version wird in Großbritannien bereits als kommendes Produkt geführt. Für Deutschland hat Ninja bislang jedoch weder einen Erscheinungstermin noch einen Verkaufspreis bestätigt.
Von einem Import der US-Version ist abzuraten. Das bisher angebotene Modell arbeitet mit 120 Volt und ist nicht für den normalen Betrieb an einer deutschen Haushaltssteckdose ausgelegt. Interessierte sollten auf eine offiziell für Europa vorgesehene Version mit passender Stromversorgung, Zulassung und Garantie warten.
Der US-Preis lässt zudem keine sichere Prognose für Deutschland zu. Steuern, Vertriebswege, Ausstattung und mögliche technische Anpassungen können den späteren Verkaufspreis beeinflussen.
Für wen könnte sich die Ninja Crispi Microwave lohnen?
Das Konzept ist vor allem für Euch interessant, wenn Ihr regelmäßig sowohl eine Mikrowelle als auch einen Airfryer nutzt. Besonders beim Aufwärmen von Pizza, panierten Speisen, Ofengerichten oder tiefgekühlten Snacks könnte die automatische Kombination Zeit und zusätzliches Umfüllen sparen.
Auch Haushalte, die zwei separate Geräte ersetzen möchten, gehören zur Zielgruppe. Der Platzvorteil entsteht allerdings nur, wenn die Crispi Microwave tatsächlich eine vorhandene Mikrowelle und einen eigenständigen Airfryer ersetzt. Als zusätzliches drittes Gerät benötigt sie wegen ihrer Breite und ihres Gewichts vergleichsweise viel Arbeitsfläche.
Weniger sinnvoll dürfte das Modell für Euch sein, wenn Ihr:
- nur gelegentlich eine Mikrowelle verwendet,
- bereits mit einem guten Airfryer zufrieden seid,
- ein Einbaugerät benötigt,
- sehr wenig freie Arbeitsfläche habt,
- oder derzeit nach einer günstigen Lösung sucht.
Für kleine Haushalte kann ein kompakteres Modell genügen. Welche Ausstattung Ihr in einer niedrigeren Preisklasse erwarten könnt, zeigt beispielsweise unser Beitrag zur kompakten Ambiano-Heißluftfritteuse von Aldi. Familien, die lieber zwei Gerichte parallel zubereiten möchten, finden im Ratgeber zur Silvercrest-Doppelzonen-Heißluftfritteuse von Lidl eine andere Geräteklasse mit zwei getrennt steuerbaren Garbereichen.
Fazit: Spannende Kombination mit offenen Fragen
Die Ninja Crispi Microwave MW101 greift ein echtes Küchenproblem auf: Mikrowellen arbeiten schnell, erzeugen allein aber kaum eine knusprige Oberfläche. FusionCrisp soll deshalb zunächst für schnelles Erhitzen sorgen und das Essen anschließend automatisch mit heißer Luft bräunen.
Zu den interessantesten Eigenschaften gehören die 1.000-Watt-Mikrowelle, der 1.700-Watt-Airfryer, der flache Garraum ohne Drehteller, die 14 Programme und der spülmaschinengeeignete CleanCrisp-Glasbehälter. Dem stehen das hohe Gewicht, der große Platzbedarf, die fehlende Einbaufähigkeit und der bislang unbekannte Deutschlandpreis gegenüber.
Ob die Kombination zwei gute Einzelgeräte wirklich ersetzen kann und Speisen gleichmäßig knusprig werden, lässt sich erst nach unabhängigen Tests beurteilen. Bis dahin bleibt die Crispi Microwave ein interessantes, aber noch nicht abschließend bewertbares Küchengerät.
Was haltet Ihr von der Kombination aus Mikrowelle und Airfryer? Würdet Ihr dafür zwei separate Geräte ersetzen, oder bleibt Ihr lieber bei einer klassischen Mikrowelle und einer eigenständigen Heißluftfritteuse? Teilt Eure Meinung und Eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren.
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Christian Schröder
Gründer & Redakteur
Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.
Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.
Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.
Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

