Lidl erweitert die Zahlungsmöglichkeiten in seinem deutschen Onlineshop: Ab sofort könnt Ihr Eure Bestellung auf Lidl.de mit Wero bezahlen. Der Betrag wird dabei direkt von Eurem Girokonto überwiesen und in der vertrauten Banking-App bestätigt.
Die neue Bezahlmethode soll Online-Einkäufe schneller und unkomplizierter machen. Allerdings steht Wero nicht automatisch allen Kundinnen und Kunden zur Verfügung: Entscheidend ist, ob Eure Bank den Dienst bereits unterstützt und Ihr die Funktion aktiviert habt.
Wero ist ab sofort im Lidl-Onlineshop verfügbar
Lidl hat Wero am 24. Juli 2026 offiziell in seinen deutschen Onlineshop integriert. Nach Angaben des Unternehmens ist Lidl damit der erste Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland, der die europäische Bezahlmethode für Online-Bestellungen anbietet.
Beim Bezahlen wird der Rechnungsbetrag unmittelbar von Eurem Girokonto auf das Empfängerkonto übertragen. Anders als bei einer klassischen Überweisung müsst Ihr jedoch keine Kontodaten eingeben und auch keine separate Überweisungsvorlage ausfüllen.
Für alle, die regelmäßig beim Discounter bestellen, ergänzt Wero damit die bisherigen Zahlungsmöglichkeiten. Aktuelle Rabattaktionen und Sonderverkäufe findet Ihr weiterhin in unserer Übersicht zu den Lidl-Angeboten und Sonderverkäufen.
So funktioniert die Bezahlung mit Wero bei Lidl
Der Ablauf ähnelt anderen mobilen Bezahlverfahren und ist direkt in den Bestellprozess eingebunden.
Zahlung auf dem Smartphone
Bestellt Ihr über Euer Smartphone, wählt Ihr beim Abschluss der Bestellung Wero als Zahlungsmethode aus. Anschließend werdet Ihr automatisch in die Banking-App Eurer Bank weitergeleitet.
Dort überprüft Ihr den Betrag und bestätigt die Zahlung mit dem bei Eurer Bank eingerichteten Sicherheitsverfahren. Das kann beispielsweise eine PIN, ein Fingerabdruck oder die Gesichtserkennung sein. Welche Freigabemethode verwendet wird, hängt von Eurer Bank und den Einstellungen des Smartphones ab.
Zahlung am Computer
Kauft Ihr über einen Desktop-PC oder ein Notebook ein, kann im Bezahlvorgang ein QR-Code angezeigt werden. Diesen scannt Ihr mit dem Smartphone, öffnet dadurch Eure Banking-App und gebt die Zahlung dort frei.
Lidl zufolge wird der Betrag anschließend innerhalb weniger Sekunden direkt vom Girokonto beglichen.
Diese Voraussetzungen müsst Ihr erfüllen
Um Wero bei Lidl verwenden zu können, benötigt Ihr:
- ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank,
- eine aktuelle Banking-App,
- ein kompatibles Smartphone,
- sowie eine einmalige Aktivierung von Wero in der Banking-App.
Zum Start nennt Lidl 18 teilnehmende Banken. Ob Euer Konto bereits unterstützt wird, solltet Ihr direkt in der App oder auf der Website Eurer Bank kontrollieren. Wero steht deshalb nicht automatisch allen Lidl-Kundinnen und -Kunden zur Verfügung.
Eine zusätzliche Kreditkarte ist für die Zahlung nicht erforderlich. Auch ein separates Wero-Konto außerhalb der unterstützten Banking-Umgebung benötigt Ihr nach Angaben von Lidl nicht.

Lidl führt Wero ein: So funktioniert die neue Zahlung (Bild @Lidl)
Was ist Wero?
Wero ist ein europäischer digitaler Bezahldienst der European Payments Initiative, kurz EPI. Hinter der Initiative stehen europäische Banken und Zahlungsdienstleister, die eine gemeinsame Alternative zu international geprägten Zahlungssystemen aufbauen wollen.
Technisch basiert Wero auf sogenannten Account-to-Account-Zahlungen. Das Geld wird direkt zwischen den beteiligten Bankkonten übertragen. Ein zwischengeschaltetes Kreditkartenkonto ist dabei nicht erforderlich.
Ursprünglich wurde Wero vor allem für Geldüberweisungen zwischen Privatpersonen eingeführt. Inzwischen wird der Dienst zunehmend auch für Online-Einkäufe eingesetzt. Neben Lidl gehört unter anderem Decathlon zu den Händlern, die Wero in Deutschland integriert haben.
Passend dazu findet Ihr bei uns weitere Informationen über die digitale Neuausrichtung des Sporthändlers und das neue Membership-Programm von Decathlon. Aktuelle Sportangebote verschiedener Händler bündeln wir außerdem in unserer Kategorie Sport-Deals und Rabattaktionen.
Welche Vorteile bietet Euch Wero?
Direkte Bestätigung in der Banking-App
Ihr müsst für die Zahlung keine neue Oberfläche eines unbekannten Zahlungsdienstleisters verwenden. Die Freigabe erfolgt in der geschützten Umgebung der Banking-App, die Ihr bereits für Eure Bankgeschäfte nutzt.
Das kann den Ablauf besonders für diejenigen vereinfachen, die keine Kreditkartendaten im Onlineshop hinterlegen möchten.
Schnelle Übertragung des Betrags
Wero arbeitet mit Echtzeitüberweisungen. Der Betrag soll daher innerhalb weniger Sekunden übertragen und dem Händler bestätigt werden.
Dadurch kann der Shop schnell erkennen, ob die Zahlung erfolgreich war. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass die Bestellung sofort versendet wird. Lieferzeit und Bearbeitung richten sich weiterhin nach Warenbestand, Bestellaufkommen und Versandart.
Rückerstattungen direkt auf das ursprüngliche Konto
Bei einer Retoure soll das Geld nach Angaben von Lidl wieder auf das ursprünglich belastete Girokonto zurückfließen. Lidl bezeichnet die Rückzahlung als unmittelbar; die tatsächlich sichtbare Buchung kann dennoch von der technischen Verarbeitung und der jeweiligen Bank abhängen.
Keine zusätzlichen Kartendaten nötig
Da die Zahlung über das Girokonto läuft, müsst Ihr beim Händler keine Kreditkartennummer, Kartenprüfnummer oder ein Ablaufdatum eingeben.
Das ersetzt jedoch nicht die üblichen Sicherheitsregeln beim Online-Shopping. Prüft vor einer Bestellung weiterhin die Internetadresse, das Impressum und auffällige Preisversprechen. In unserer aktuellen Fake-Shop-Liste 2026 zeigen wir Euch, woran Ihr betrügerische Onlineshops erkennen könnt.
Welche Einschränkungen solltet Ihr kennen?
Der größte Nachteil ist derzeit die noch begrenzte Verfügbarkeit. Wero funktioniert nur, wenn Eure Bank den Dienst unterstützt und Online-Zahlungen damit freigeschaltet hat.
Außerdem wird das Geld direkt vom Girokonto abgebucht. Im Gegensatz zu einem Kreditkartenkauf gibt es daher kein späteres monatliches Zahlungsziel. Ihr solltet vor dem Kauf sicherstellen, dass Euer Konto ausreichend gedeckt ist.
Auch mögliche Schutzmechanismen können sich von denen einer Kreditkarte, eines Rechnungskaufs oder eines Zahlungsdienstleisters unterscheiden. Welche Möglichkeiten Ihr bei einer fehlerhaften oder unberechtigten Zahlung habt, richtet sich nach dem konkreten Fall sowie den Bedingungen Eurer Bank und des Händlers.
Wero ersetzt bei Lidl zudem nicht zwangsläufig alle bisherigen Zahlungsmethoden. Der Dienst kommt als zusätzliche Option hinzu und erweitert damit Eure Auswahl im Checkout.
Wero soll später auch an stationären Kassen funktionieren
Die Einführung im Lidl-Onlineshop ist Teil eines größeren Ausbaus. Die European Payments Initiative plant, Wero neben Online-Zahlungen auch für Zahlungen im stationären Handel einzusetzen.
EPI hatte Point-of-Sale-Zahlungen für 2026 angekündigt. Wann Wero tatsächlich in deutschen Lidl-Filialen an der Kasse verfügbar sein wird, geht aus der aktuellen Lidl-Mitteilung jedoch nicht hervor. Ein konkreter Starttermin für sämtliche Filialen wäre daher derzeit spekulativ.
Dass Händler ihre Bezahlvorgänge zunehmend digitalisieren, zeigt auch das geplante Bezahlen direkt auf der Verkaufsfläche bei MediaMarkt. Die Konzepte unterscheiden sich technisch, verfolgen aber ein ähnliches Ziel: Einkäufe sollen mit weniger Zwischenschritten abgeschlossen werden können.
Für wen eignet sich die neue Zahlungsmethode?
Wero kann für Euch interessant sein, wenn Ihr:
- bevorzugt direkt vom Girokonto bezahlt,
- keine Kreditkarte besitzt oder verwenden möchtet,
- bereits eine unterstützte Banking-App nutzt,
- und Online-Zahlungen möglichst ohne zusätzliche Zugangsdaten bestätigen wollt.
Weniger geeignet ist die Bezahlmethode derzeit für Kundinnen und Kunden, deren Bank noch nicht teilnimmt. Auch wer bewusst auf Rechnung kauft, ein späteres Zahlungsziel benötigt oder den Käuferschutz eines bestimmten Zahlungsanbieters bevorzugt, sollte die verfügbaren Optionen vor dem Kauf vergleichen.
Unabhängig von der Zahlungsmethode lohnt sich vor einer Bestellung ein Preisvergleich. Mit der kostenlosen Preis-King-App für Angebote, Gutscheine und Preisalarme könnt Ihr aktuelle Aktionen verschiedener Onlineshops im Blick behalten.
Fazit: Bequem bezahlen, aber noch nicht für jedes Konto verfügbar
Mit Wero führt Lidl eine schnelle, direkt in die Banking-App eingebundene Zahlungsmethode ein. Ihr könnt den Einkauf auf dem Smartphone per Weiterleitung oder am Computer über einen QR-Code bestätigen. Der Betrag wird anschließend direkt vom Girokonto übertragen.
Zu den Vorteilen gehören der übersichtliche Ablauf, die Nutzung der vertrauten Bankumgebung und der Verzicht auf zusätzliche Kreditkartendaten. Der wichtigste Nachteil bleibt die eingeschränkte Verfügbarkeit: Nur Kundinnen und Kunden einer teilnehmenden Bank können Wero nutzen.
Auch Zahlungen an stationären Lidl-Kassen sind grundsätzlich Teil der weiteren Wero-Entwicklung. Einen bestätigten flächendeckenden Starttermin für die deutschen Filialen gibt es derzeit jedoch nicht.
Quelle: LIDL
Habt Ihr Wero bereits für eine Online-Bestellung genutzt oder bleibt Ihr lieber bei Rechnung, Kreditkarte oder einem anderen Zahlungsdienst? Schreibt uns Eure Erfahrungen und Eure Meinung in die Kommentare.

Christian Schröder
Gründer & Redakteur
Expertise: Deals, Gutscheine, Preisvergleiche, Verbraucher-News, Mobilfunk und Onlinehandel. Christian Schröder prüft Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten und bereitet relevante Informationen verständlich für Leser auf.
Christian Schröder ist seit 2016 bei Preis-King tätig und schreibt dort täglich über Angebote, Verbraucher-News, Produktrückrufe, Mobilfunk, Technik und aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel. Zuvor betreute er bereits weitere Blogs und ist auch heute noch an verschiedenen redaktionellen Projekten beteiligt.
Durch seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann verfügt er zusätzlich über Erfahrung in den Bereichen Verträge, Kosten, Finanzierung und wirtschaftliche Zusammenhänge. Bei Preis-King prüft und bewertet er unter anderem Aktionsbedingungen, Vergleichspreise, Versandkosten und mögliche Folgekosten.
Sein Ziel ist es, Informationen verständlich einzuordnen und Leser frühzeitig auf relevante Änderungen, Einschränkungen und mögliche Preisfallen hinzuweisen.

