Während Ihr euren Einkauf erledigt, bekommt das E-Auto auf dem Parkplatz frische Energie: Das Laden bei Lidl klingt bequem und vergleichsweise günstig. Doch bevor Ihr den Stecker anschließt, solltet Ihr einen genauen Blick auf die gewählte Ladeart und den angezeigten Tarif werfen.
Denn an einer Lidl-Ladesäule gilt nicht automatisch für jeden Ladevorgang derselbe Preis. Wie viel Ihr tatsächlich bezahlt, hängt unter anderem von der Ladeleistung, der verwendeten App und der gewählten Bezahlmethode ab.
Was kostet das Laden bei Lidl?
Lidl unterscheidet zwischen mehreren Arten von Ladepunkten. Mit der Lidl Plus App gelten derzeit unterschiedliche Preise pro Kilowattstunde:
- AC-Laden: 0,29 Euro pro kWh
- DC-Laden: 0,44 Euro pro kWh
- HPC-Schnellladen: 0,47 Euro pro kWh
Der günstigste Preis gilt damit nur beim langsameren AC-Laden. Wer sein Elektroauto an einen leistungsstarken Schnellladepunkt anschließt, bezahlt pro Kilowattstunde deutlich mehr.
Im Juni 2026 hatte Lidl den DC-Ladepreis vorübergehend auf 27 Cent pro Kilowattstunde reduziert. Mehr zu dieser inzwischen beendeten Aktion lest Ihr in unserem Beitrag zum Lidl-Ladepreis von 27 Cent pro kWh.
Dieser Kostenpunkt wird schnell übersehen
Der entscheidende Unterschied steckt in der Art, wie Ihr den Ladevorgang startet. Nutzt Ihr die Lidl Plus App zusammen mit Lidl Pay, gelten die dort angezeigten Lidl-Tarife.
Startet Ihr den Ladevorgang dagegen über eine Ladekarte oder die App eines anderen E-Mobilitätsanbieters, handelt es sich möglicherweise um Roaming. Dann gelten nicht zwingend die Lidl-Preise, sondern die Konditionen des jeweiligen Anbieters.
Das kann den Ladevorgang deutlich verteuern. Je nach Ladetarif können zusätzliche Aufschläge oder höhere Preise pro Kilowattstunde anfallen.
Deshalb gilt: Prüft unmittelbar vor dem Start, welcher Preis auf dem Display oder in der App angezeigt wird. Verlasst Euch nicht allein darauf, dass die Ladesäule auf einem Lidl-Parkplatz steht.
So stark wirkt sich der Unterschied aus
Angenommen, Ihr ladet 40 Kilowattstunden nach. Beim AC-Preis von 29 Cent kostet der Ladevorgang 11,60 Euro.
An einem HPC-Ladepunkt werden bei 47 Cent pro Kilowattstunde bereits 18,80 Euro fällig. Der Unterschied beträgt somit 7,20 Euro für denselben Energiebedarf.
Noch teurer kann es werden, wenn Ihr den Ladevorgang über einen fremden Roaming-Anbieter startet. Ein kurzer Tarifcheck vor dem Anschließen kann daher bares Geld sparen.
So startet Ihr den Ladevorgang über Lidl Plus
Für den Lidl-Tarif benötigt Ihr die Lidl Plus App und ein eingerichtetes Lidl-Pay-Konto. In der App findet Ihr den Bereich „E-Mobilität“, über den sich verfügbare Ladestationen in der Nähe anzeigen lassen.
Anschließend wählt Ihr den Ladepunkt aus oder scannt den QR-Code an der Säule. Vor der Bestätigung solltet Ihr noch einmal den angezeigten Kilowattstundenpreis kontrollieren.
Alternativ ist das Laden teilweise über die Website, ein Kartenterminal oder einen externen Mobilitätsanbieter möglich. Diese Varianten können jedoch andere Konditionen haben.
Aktuelle Lidl-Angebote, Rabattaktionen und neue Sparmöglichkeiten findet Ihr außerdem auf unserer Übersichtsseite mit den neuesten Lidl-Angeboten.
Laden ist nur zu bestimmten Zeiten möglich
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Lidl-Ladesäulen können in der Regel nur während der Öffnungszeiten der jeweiligen Filiale genutzt werden. Wer spät am Abend oder an einem Feiertag laden möchte, sollte daher vorher prüfen, ob der gewünschte Standort verfügbar ist.
In der Lidl Plus App werden Standort, Ladeleistung und aktuelle Verfügbarkeit angezeigt. Das erspart Euch im besten Fall eine unnötige Anfahrt.
Benötigt Ihr ein eigenes Ladekabel?
An DC- und HPC-Schnellladesäulen ist das benötigte Ladekabel normalerweise fest mit der Säule verbunden. Für einen AC-Ladepunkt kann dagegen ein eigenes Typ-2-Kabel erforderlich sein.
Auch hier lohnt sich der Blick in die App, bevor Ihr losfahrt. Dort könnt Ihr prüfen, welcher Säulentyp an der gewünschten Filiale vorhanden ist.
Für wen lohnt sich das Laden bei Lidl?
Besonders praktisch ist das Angebot für Fahrer, die ihr Fahrzeug während des Einkaufs nachladen möchten. Der Ladevorgang lässt sich so mit einem ohnehin geplanten Stopp verbinden.
Ob das Laden auch preislich attraktiv ist, hängt jedoch von Eurem Fahrzeug, der benötigten Ladegeschwindigkeit und möglichen Alternativen zu Hause oder unterwegs ab. AC-Laden ist bei Lidl am günstigsten, dauert aber deutlich länger als DC- oder HPC-Laden.
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Fazit: Vor dem Start immer den Preis prüfen
Das Laden bei Lidl kann bequem und günstig sein. Der Preis hängt jedoch davon ab, ob Ihr AC, DC oder HPC nutzt und über welchen Anbieter der Ladevorgang abgerechnet wird.
Der wichtigste Schritt passiert deshalb noch vor dem Einstecken: Prüft den angezeigten Tarif. So verhindert Ihr, dass aus dem kurzen Ladestopp beim Einkauf eine unerwartet teure Angelegenheit wird.

Christian
Redakteur
Expertise: Christian ist erfahrener Schnäppchen-Experte und Gründer von Preis-King.com mit starkem Fokus auf Deals, Gutscheine und Preisoptimierung seit 2017. Dank seiner täglichen Deal-Recherche entdeckt Ihr mit ihm zuverlässig die besten Angebote im Netz – schnell, aktuell und mit echtem Sparpotenzial.
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