Ein Bild geht um die Welt – und ein Kleidungsstück gleich mit. Auf einem von den USA veröffentlichten Foto ist Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zu sehen: gefesselt, mit Augenbinde und Gehörschutz an Bord eines US-Kriegsschiffs. Doch es ist nicht allein das brisante Szenario, das für Aufsehen sorgt – es ist vor allem sein Outfit. Denn Maduro trägt einen Nike-Trainingsanzug, der seither auf Social Media viral geht. Besonders die graue Windrunner-Jacke von Nike avancierte innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller im Nike Online-Store – für 111,99 €. Einige Größen sind bereits ausverkauft.
Was als politische Inszenierung begann, entwickelt sich nun zur viralen Marketingwelle – ob geplant oder nicht. Auf Plattformen wie X und Instagram häufen sich Memes, Parodien und ironische Kaufempfehlungen. Wir werfen einen Blick auf den kuriosen Hype rund um den wohl bekanntesten Trainingsanzug des Jahres – und erklären, was hinter der Jacke steckt.
Was macht den viralen Reiz aus?
- Das ikonische Design trifft auf einen unerwarteten Träger
- Die Kontraste zwischen politischem Kontext und Popkultur sorgen für maximale Aufmerksamkeit
Der Fall Maduro zeigt auf kuriose Weise, wie stark sich visuelle Narrative in unserer digitalen Welt verbreiten – und wie daraus ein Produkttrend entstehen kann. Ob bewusst gewählt oder nicht, das Outfit des venezolanischen Machthabers wurde zum Symbol für einen völlig neuen Diskurs: Memes, Konsum, Popkultur und Politik verschmelzen. Die Nike Windrunner Jacke ist in diesem Fall mehr als nur ein Kleidungsstück – sie ist ein digitales Artefakt des Zeitgeschehens.
Auch wenn Nike sich nicht offiziell zu dem Hype geäußert hat, profitiert das Unternehmen offenkundig von der plötzlichen Popularität. Für 111,99 € holen sich viele Käufer*innen nicht nur eine Jacke, sondern ein Stück virale Geschichte ins Haus. Es ist einer dieser Momente, in denen ein Bild mehr sagt als tausend PR-Kampagnen – und ein Preis weniger kostet als ein Coffee-to-go.


